vergrößernverkleinern
Wer jubelt im Direktvergleich? Lauterns Dragan Paljic (r) oder Timo Gebhardt (1860) © getty

Sie sind Teams der Stunde: Im Fokus des Montagsspiel Kaiserslautern gegen 1860 steht aber auch ein Matchwinner-Duell.

Von Christian Paschwitz

Kaiserslautern - Die einen sind Monatsmeister. Die anderen standen in dieser Saison schon fünfmal ganz oben.

Wenn der 1. FC Kaiserslautern im Montagsspiel der 2. Bundesliga (ab 20 Uhr LIVE) den TSV 1860 München empfängt, treffen die beiden Zweitliga-Mannschaften der Stunde aufeinander.

Es ist nicht nur das Tabellen-Verfolger-Duell - es ist obendrein das Duell der Spiel-Entscheider.

Denn: Sowohl Timo Gebhardt bei den "Löwen" als auf Lauterer Seite Dragan Paljic avancierten zuletzt zum Matchwinner.

Gerade mal 37 Sekunden war Paljic in der Partie, als er beim 2:0 gegen Osnabrück den ersten Coup landete für sein Tore-Doppelpack.

"Ich habe nur eine Forderung des Trainers erfüllt: Nämlich mehr aus meinen Situationen herauszuholen", sagte der Deutsch-Serbe hinterher süffisant.

Bedeutet: Gegen 1860 darf Paljic in der Offensive nun auf eine Bewährungsprobe von Beginn an hoffen.

Bei den Münchnern wiederum ist Gebhardt in aller Munde: "Timo ist eine enorme Bereicherung für uns vorne", lobt Benjamin Lauth seinen Mitspieler. "Er hat immer eine Idee."So wie beim 1:0 gegen die TuS Koblenz, als der 19-Jährige den Ball im Winkel versenkte.

Auch durch Gebhardt (Vertrag bis 2010), inzwischen heiß umworben von Hoffenheim, haben die "Löwen" mittlerweile vier Spiele in Folge gewonnen, waren damit so gut wie kein anderes Team im Oktober.

Sippels Ausfall wiegt schwer

Lautern dagegen peilt nun den erneuten Sprung an die Spitze an - zumal Tabellen-Konkurrent Freiburg (0:4 in Ingolstadt) erneut unerwartet Federn ließ.

"Eine sehr angenehme Situation", beschrieb Trainer Milan Sasic die Pfälzer Gefühlslage nach dem eigenen Erfolg über Osnabrück. Getrübt wird die Stimmung allein durch den langen Ausfall von Thomas Sippel.

Der Keeper wird wegen seines Unterarm-Bruchs bis Jahresende ausfallen und nun durch den Amerikaner Luis Robles vertreten.

Der stand neben seinem Halbzeit-Einsatz gegen Osnabrück nur am achten Spieltag gegen Ahlen (4:1) zwischen den Pfosten. "Sippel ist vor allem als Typ schwer zu ersetzen", so Sasic im "kicker".

Eine Serie droht zu reißen

So oder so ist der nächste Heimsieg aber fest eingeplant: Bei fünf Siegen kommt der Betzenberg in dieser Saison noch immer als eine uneinnehmbare Festung daher.

Die "Löwen" (auswärts zwei Siege und drei Niederlagen) hatten zuletzt allerdings gute Erinnerungen an das Fritz-Walter-Stadion: Mit der Schluss-Sekunde war 1860 München in der vergangenen Saison dank Jose Holebas ein 2:1-Sieg gelungen.

In der Gegenwart hat das Team von Trainer Marco Kurz sogar einen Lauf wie die Pfälzer - vier Erfolge hintereinander gab es zuletzt in der Saison 2004/'05. 13 Punkte aus fünf Spielen ist eine weitere "Löwen"-Kennzahl.

Die Heimserie des FCK oder die Siegesserie der "Löwen" - eine der beiden Erfolgsgeschichten droht nun also zu enden.

Lauths sportliche Wiedergeburt

Eng geknüpft ist der "Löwen"-Aufwärtstrend auch an die sportliche Wiedergeburt von Angreifer Lauth: Im gewohnten Umfeld hat der 27-Jährige in neun Ligaspielen bereits vier Treffer erzielt.

Zum Vergleich: In den zwei Jahren von Sommer 2006 bis Sommer 2008 traf er in 38 Partien für den VfB Stuttgart, Hamburger SV und Hannover 96 genau einmal.

Lauth war vorrangig Trainings-Weltmeister.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel