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Adrian Ramos erzielte das entscheidende Tor in Frankfurt © imago

Die Berliner tun sich in Frankfurt lange schwer, erobern aber die Spitze zurück. Stürmer Ramos erlöst die Hertha kurz vor Schluss.

Frankfurt/Main - Hertha BSC Berlin hat beim Anlauf auf den direkten Wiederaufstieg wieder zu altem Schwung zurückgefunden.

Durch ein insgesamt verdientes 1:0 (0:0) beim FSV Frankfurt übernahm das Team von Trainer Markus Babbel als einzige noch ungeschlagene Zweitliga-Mannschaft wieder die Tabellenführung von der SpVgg Greuther Fürth. (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Die Gastgeber dagegen mussten nach zuvor zwei Erfolgserlebnissen durch Berlins späten Siegtreffer von Adrian Ramos (88.) wieder einen Dämpfer hinnehmen.

"Drei ganz wichtige Punkte"

"Das waren drei ganz wichtige Punkte für uns, damit wir am Saisonende unser Ziel erreichen können", bilanzierte Babbel nach dem Schlusspfiff.

"Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen."

Sein FSV-Kollege Hans-Jürgen Boysen machte aus der Enttäuschung im Frankfurt Lager kein Hehl:

"Die Niederlage ist sehr unglücklich für uns. Einen Punkt hätten wir auf jeden Fall verdient gehabt."

Berliner erleichtert

Entsprechend groß war bei den Berlinern die Erleichterung. "Das sind die Big Points, die man für den Aufstieg braucht", meinte Mittelfeld-Abräumer Peter Niemeyer.

Ähnlich sah es Christian Lell. "Für unsere Ansprüche wäre ein Unentschieden zu wenig gewesen", sagte er.

Gleichzeitig kritisierte der Außenverteidiger die hohe Erwartungshaltung in der Hauptstadt: "Wir müssen davon wegkommen zu glauben, dass wir jeden Gegner im Vorbeigehen schlagen können."

Gäste mit größeren Spielanteilen

Vor 7477 Zuschauern hatte Berlin die größeren Spielanteile.

Allerdings konnte der Erstliga-Absteiger aus seiner Überlegenheit und den daraus entstehenden Chancen bis zum dritten Saisontor von Ramos kein zählbares Kapital schlagen.

Die Hessen begnügten sich trotz des Heimvorteils und des Rückenwindes ihrer kleinen Erfolgsserie zu lange auf die Sicherung des Punktgewinnes, statt mehr Eigeninitiative zu zeigen.

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