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Peter Niemeyer (l.) kam vor der Saison aus Bremen nach Berlin © getty

Zwei späte Tore gegen Greuther Fürth halten die Berliner auf Kurs. Es ist der siebte Sieg im neunten Spiel für den Absteiger.

Berlin - Waleri Domowtschiski hat Topfavorit Hertha BSC Berlin im Spitzenspiel der Zweiten Liga zum Sieg geschossen und die Tabellenführung gesichert.

Der Bulgare erzielte in der 76. Minute den wichtigen Führungstreffer beim 2:0 (0:0) gegen Verfolger SpVgg Greuther Fürth.

Raffael sorgte in der Schlussminute für die Entscheidung (90.). (DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Die Berliner bauten mit dem siebten Dreier im neunten Saisonspiel ihren Vorsprung vor den Franken auf vier Punkte aus.

Am Sonntag kann der MSV Duisburg mit einem Heimsieg gegen den Karlsruher SC auf zwei Zähler herankommen.

"Wir können sehr zufrieden sein, auch wenn das Tor erst sehr spät gefallen ist", sagte Herthas Peter Niemeyer: "Wir hatten ein gegnerisches Team auf Augenhöhe, aber ich bin sehr erleichtert, das wir gewonnen haben."

Hertha lässt Chancen aus

Lange sah es vor 39.274 Zuschauern nach dem zweiten torlosen Remis in Folge im Olympiastadion aus.

Zweieinhalb Wochen nach dem 0:0 gegen Alemannia Aachen vergaben die Berliner gegen die defensivstarken Franken zunächst viele hochkarätige Torchancen.

Ramos trifft nicht

Vor allem Adrian Ramos tat sich als Chancentod hervor und ließ beste Einschussmöglichkeiten ungenutzt.

So traf der Kolumbianer unter anderem in der 42. Minute die Latte.

Auch nach einem Schuss von Raffael und einer Abwehr von Verteidiger Thomas Kleine auf der Linie hatte Ramos Pech: Der Ball traf ihn an der Brust und sprang dann knapp neben den Pfosten (69.).

Sejna dankt dem Fußballgott

Allerdings hätte auch Fürth in Führung gehen können.

Hertha-Torwart Marco Sejna hatte fünf Minuten vor der Pause Glück, als er einen Weitschuss von Leo Haas nicht festhalten konnte, Nicolai Müller den Nachschuss aber nicht im leeren Tor unterbringen konnte.

"Der Ball war lange in der Luft, da hat mal als Torhüter viel zu viel Zeit zu überlegen", erklärte der Keeper nach Abpfiff: "Das ist nicht gut . Ich danke dem Fußballgott, dass er vorbeigegangen ist."

Gäste sehr defensiv

Fürth konzentrierte sich aber fast ausschließlich auf die Defensive und brachte das Tor von Hertha-Schlussmann Marco Sejna kaum in Gefahr.

Die deutliche Überlegenheit der Gastgeber zahlte sich aber erst in der 76. Minute aus.

Kobiaschwili legt vor

Nach einem Flankenlauf von Lewan Kobiaschwili und einer verunglückten Abwehr der Fürther traf Domowtschiski aus der Distanz.

Erst danach verstärkten die Gäste ihre Angriffsbemühungen, bis Raffael zum 2:0 traf.

"Es war viel mehr drin, aber wir haben nicht mitgespielt", ärgerte sich Fürths Marino Biliskov: "Am Ende war die Hertha dann aber besser und hat verdient gewonnen. Wir haben nicht unser richtiges Gesicht gezeigt, vielleicht war diese Kulisse für unsere junge Mannschaft zuviel."

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