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Wichtiger Rückhalt: 1860-Keeper Philipp Tschauner feierte auf dem Betzenberg seinen 23. Geburtstag © getty

Nach dem 0:0 zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und 1860 München bemühten sich beide Seiten, der Punkteteilung Positives abzuringen.

Kaiserslautern - Im Anschluss an das torlose Remis herrschte auch in den Gängen des Fritz-Walter-Stadions seltene Einigkeit.

Beide Seiten bemühten eine Fußball-Floskel, um ihren gerissenen Siegesserien etwas Positives abzuringen.

"Wir können mit dem Punkt leben", sagten unisono alle Beteiligten des 1. FC Kaiserslautern und von 1860 München.

Diese einhellige Meinung beider Lager geht allerdings etwas an der Realität vorbei.

Tabellenspitze verpasst

Denn weder die "Roten Teufel" noch die "Löwen" können mit der Punkteteilung wirklich zufrieden sein.

Schließlich verpassten die zuvor in neun Heimspielen in Serie siegreichen Pfälzer die Rückkehr an die Tabellenspitze.

Die Münchner konnten sich nicht wie erhofft auf den dritten Tabellenplatz verbessern. Sie waren mit immerhin vier Siegen in Folge im Gespäck nach Kaiserslautern gereist.

Sasic sieht Top-Leistung

FCK-Trainer Milan Sasic, dessen Team den Lokalrivalen FSV Mainz 05 nicht vom Platz an der Sonne verdrängen konnte, wollte der verpassten Gelegenheit aber keine Träne nachweinen.

"Es gibt keinen Grund, traurig zu sein. Ich habe keinen Anlass für Kritik. Die Mannschaft hat eine Top-Leistung gezeigt, nur das Endergebnis hat nicht gestimmt", erklärte der Kroate.

Mit seiner Analyse hatte der Coach allerdings nur teilweise recht.

Kaum Chancen

Zwar dominierten die Platzherren vor 35.168 Zuschauern tatsächlich die komplette Partie gegen die extrem defensiv und destruktiv agierenden Gäste.

Dennoch konnten sich die Pfälzer nur drei hochkarätige Möglichkeiten durch Spielmacher Anel Dzaka (20., 29.) sowie Florian Dick (74.) erarbeiten.

Ansonsten fehlte dem FCK die Kreativität und die Durchschlagskraft gegen die "Betonmischer" aus München. Auch Sasic wusste nach den 90 Minuten nicht so recht, ob die Lauterer einen Zähler gewonnen oder verloren hatten.

Zwei Auswärtsniederlagen in Folge

"Wie wertvoll dieser Punkt ist, werden erst die nächsten Spiele zeigen", meinte der Coach, dessen Schützlinge zuletzt zweimal in Folge auswärts verloren haben.

Sasic richtete seinen Blick mit Blick sofort auf das kommende Spiel beim SV Wehen Wiesbaden: "Wir haben schon am Freitag die Chance, das besser zu machen, was uns diesmal nicht gelungen ist. Zwei Niederlagen sind ja auch genug."

1860 muss sich steigern

Während die Pfälzer am kommenden Spieltag erneut die Spitze angreifen wollen, brauchen die Münchner zunächst einmal eine deutliche Leistungssteigerung, um wieder an höhere Ziele denken zu können.

"Das war kein schöner Fußball von uns", gab Kapitän Gregg Berhalter nach der Abwehrschlacht zu und betonte, dass er zukünftig mit seinen Teamkollegen "ein bisschen mehr Fußball spielen" will.

"Dennoch war der Punkt bei einer Top-Mannschaft ganz wichtig. Wir müssen jetzt noch mehr die Einstellung bekommen, jedes Spiel gewinnen zu wollen", sagte der US-Amerikaner.

Von Aufstiegsambitionen seines Klubs will Berhalter (noch) nichts wissen will: "Ich habe keine Ahnung, wo wir stehen. Die Tabelle ist jetzt nicht wichtig. Es zählt nur, dass wir die Spiele gewinnen."

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