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Der Duisburger Stefan Maierhofer hat bisher vier Saisontore erzielt © getty

8.000 Duisburger Fans wollen dem MSV in Düsseldorf helfen, einen Aufstiegsplatz zu erobern. Auch die Fortuna braucht die Punkte.

Von Christian Stüwe

München - Der MSV Duisburg hat am Montagabend die Chance, auf den zweiten Tabellenplatz der Zweiten Liga vorzurücken.

Voraussetzung ist ein Sieg der Duisburger im Niederrhein-Derby bei Fortuna Düsseldorf (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

Die Aufstiegsträume reifen beim Traditionsklub, die Euphorie wächst. Das Abschlusstrainig am Samstagabend verfolgten 400 Fans, die mit Trommeln und Fahnen die Mannschaft auf das Spiel in Düsseldorf einstimmten.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Das soll aber nur ein Vorgeschmack sein. Nicht weniger als 8.000 "Zebra"-Fans wollen sich auf den Weg in die Landeshauptstadt machen und für ordentlich Stimmung sorgen.

MSV-Trainer Milan Sasic versuchte erst gar nicht, die Bedeutung der Partie runterzuspielen.

"Wenn wir sagen, das ist eine normale Begegnung, kauft uns das keiner ab", sagte Sasic: "Es geht um mehr als drei Punkte."

Sein Gegenüber Norbert Meier sprach vor dem 39. Duell der Niederrhein-Rivalen von einer "gesunden sportlichen Brisanz".

Abschlussschwache Fortuna

Und für die Fortuna steht ebenfalls viel auf dem Spiel. Die Elf von Trainer Norbert Meier könnte mit einem Dreier gegen den Rivalen aus der Nachbarschaft den Abstiegs-Relegationsplatz verlassen.

Die Düsseldorfer haben aber aktuell vor allem mit ihrer Abschlussschwäche zu kämpfen. Sechs Treffer bedeuten die schwächste Ausbeute im gesamten Profi-Bereich.

In sechs von zehn Liga-Spielen blieben die Düsseldorfer ohne Torerfolg. Da ist fast schon etwas verwunderlich, dass Trainer Meier den Fokus auf die Abwehr legt.

Meier rechnet mit selbstbewussten "Zebras"

"Entscheidend ist, dass hinten die Null steht. Das hat uns in der letzten Saison ausgezeichnet", erklärte Meier, der den Gegner stark einschätzt.

"Trotz des personellen Umbruchs in der Sommerpause ist die Mannschaft sehr gut in die Saison gestartet und wird mit dementsprechend viel Selbstvertrauen in die Partie gehen", sagte der 52-Jährige.

Sasic seinerseits will sich von den aktuellen Problemen bei der Fortuna nicht täuschen lassen. "In unserer Liga hat der Tabellenplatz nichts zu sagen", erklärte der MSV-Coach.

Hoffen auf Baljak

Bei den Duisburger ist der Einsatz von Kapitän Srdjan Baljak offen, dem eine im Pokalspiel gegen Halle erlittene Prellung am Mittelfuß zu schaffen macht.

"Er wird rund um die Uhr behandelt", teilte Sasic mit: "Wir hoffen, dass er spielen kann."

Die Personalsituation bei den Düsseldorfern ist angespannt, Marco Christ (Sprunggelenk), Sascha Dum (Rückenbeschwerden) und Wellington (Muskelfaserriss) werden ziemlich sicher ausfallen.

Bei Oliver Fink, der derzeit nur Lauftraining absolvieren kann, besteht immerhin noch Hoffnung.

Sasic fordert "Herz und Leidenschaft"

Hoffnung macht auch die Statistik. Die Fortuna ist in den letzten fünf Duellen gegen den MSV in den verschiedenen Ligen ungeschlagen.

In der letzten Saison verlor der MSV mit 0:2 in Düsseldorf. Das "war nicht angenehm", erinnert sich Sasic.

Der 52-Jährige nimmt seine Mannschaft daher in die Pflicht: "Wir müssen das komplette Repertoire abrufen. Einsatz, Herz, Leidenschaft."

Die 8.000 mitgereisten "Zebras" erwarten ohnehin nichts anderes.

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