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Rob Friend (l., mit Babbel) hat in bisher 10 Ligaspielen 4 Tore für Hertha BSC erzielt © getty

Berlin will Überraschungsteam Aue auf Distanz halten und muss dafür in Paderborn gewinnen. SCP-Stürmer Kapllani hofft auf ein Deja-vu.

Von Olaf Mehlhose

München - Das erklärte Ziel von Hertha BSC Berlin ist der Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Die Berliner sind der große Favorit und auch das finanzstärkste Team im Unterhaus. Bisher verläuft alles nach Plan, die Hertha steht an der Tabellenspitze.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Dementsprechend heiß sind die gegnerischen Teams, wenn es gegen die "Alte Dame" geht.

"Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass jeder Gegner gegen uns topmotiviert antritt", sagt Hertha-Trainer Markus Babbel.

Am Sonntag will der SC Paderborn (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) den Hauptstädtern ein Bein stellen. "Ich bin mir aber sicher, sofern unsere Einstellung und Leistung stimmt, werden wir ein gutes Ergebnis erzielen", sagt Babbel.

Und dabei steht die Hertha durchaus unter Druck, schließlich muss mit dem punktgleichen Überraschungsteam Erzgebirge Aue ein vermeintlicher anderer "kleiner" Klub auf Distanz gehalten werden.

Sejna ersetzt Aerts im Tor

"Wir müssen hochkonzentriert auftreten, denn wie wir gegen Koblenz und zumindest in der ersten Hälfte gegen Ingolstadt gesehen haben, wird es sonst gegen jeden Gegner schwer", warnt Babbel.

Einen Rückschlag muss die Hertha aber schon vor dem Spiel hinnehmen: Stammtorhüter Maikel Aerts wird nicht im Tor stehen.

Babbel entschied nach dem Abschlusstraining auf den Niederländer zu verzichten und erneut Marco Sejna einzusetzen.

Babbel warnt vor Heimstärke

Außerdem warnt Babbel vor der Heimstärke der Gastgeber: "Paderborn hat alle Punkte bisher zu Hause geholt. Sie sind im ihrem Stadion sehr schwer zu spielen, und sicherlich müssen wir auch den einen oder anderen von ihnen speziell auf der Rechnung haben. Darauf werde ich meine Jungs aber einstellen."

Marco Djuricin und Christoph Janker kehren für das Spiel in Paderborn in den Kader zurück.

Djuricin hat seine Knöchelprobleme überwunden, und auch Defensiv-Spezialist Janker gab für das Aufeinandertreffen mit den Ostwestfalen grünes Licht.

"Wir müssen Grenzen überschreiten"

Andre Schubert sieht sein Team jedoch keinesfalls chancenlos. "Wir müssen die individuelle Qualität der Berliner eindämmen", erklärte der SCP-Coach.

Die Strategie dafür hatte der Trainer ebenfalls parat. Paderborn müsse versuchen, in Ballnähe Überzahl zu schaffen und Eins-gegen-Eins-Situationen vermeiden.

Schubert: "Das bedeutet, dass meine Spieler große Laufarbeit verrichten müssen. Am Sonntag müssen wir Grenzen überschreiten."

Kapllani hofft auf Deja-vu

Auch Edmond Kapllani sieht seine Mannschaft beim Tabellenführer nicht chancenlos.

"Ich erinnere mich noch sehr gut an das Spiel gegen Hertha BSC, als ich noch für den KSC aktiv war. Damals habe ich im Olympiastadion getroffen. Genau das habe ich mir auch für den kommenden Sonntag vorgenommen", gab sich der Angreifer zuversichtlich.

SPORT1 hat die Fakten zum 11. Spieltag:

SONNTAG:

SC Paderborn - Hertha BSC Berlin:

Paderborn holte aus den letzten vier Heimspielen zehn Zähler (drei Siege, ein Unentschieden) und blieb dabei dreimal ohne Gegentreffer.

Hertha, das erstmals in einem Pflichtspiel in Paderborn antreten muss, ist als einziges deutsches Profiteam in der Liga noch ungeschlagen.

1860 München - Alemannia Aachen:

Die seit sieben Liga-Begegnungen unbesiegten Münchner stellen mit nur einem Gegentor in vier Spielen die beste Heim-Abwehr der Liga.

Aachen, das noch nie bei den "Löwen" gewann (sechs Unentschieden, drei Niederlagen) ist seit sieben Pflichtspielen (inklusive DFB-Pokal) ohne Niederlage. (3:2 und 0:2)

Union Berlin - Rot-Weiß Oberhausen:

(alle So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Union gewann von seinen vier Saison-Heimspielen nur eins (2:0 gegen Duisburg).

Oberhausen ist seit vier Partien sieg- und torlos (ein Unentschieden, drei Niederlagen). Von den zwölf Duellen mit den Berlinern gewann RWO drei (vier Unentschieden, fünf Niederlagen). (1:0 und 3:0)

MONTAG:

VfL Osnabrück - Karlsruher SC:

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV und im LIVE-TICKER)

Osnabrück hat vier seiner vergangenen fünf Spiele verloren.

Beim KSC wurde Trainer Markus Schupp nach der 2:4-Pleite gegen 1860 München entlassen. Interimstrainer Markus Kauczinski soll das Team nach nur einem Zähler aus sechs Spielen wieder in die Erfolgsspur führen.

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