vergrößernverkleinern
Lienen trainierte bis Anfang August den griechischen Erstligisten Olympiakos Piräus © getty

Bielefeld bestätigt die SPORT1-Informationen und präsentiert einen alten Bekannten. Die Oberbayern verpflichten den Ex-Fürther.

Ingolstadt/Bielefeld - Kommen und Gehen in der Zweiten Liga:

Arminia Bielefeld zog nach dem 0:3 in Augsburg die Reißleine und trennte sich erwartungsgemäß von Christian Ziege, der die Vorgaben von zwei Siegen aus drei Spielen nicht erfüllte.

Am Montag bestätigte der Verein die SPORT1-Informationen und präsentierte Ewald Lienen als neuen Arminia-Trainer.

"Arminia ist für mich eine Herzensangelegenheit", sagte der 56-Jährige der Tageszeitung Neue Westfälische: "Ich kehre in meine Heimat zurück.

"Es ist eine Notsituation für den Verein, und ich habe mich nicht um den Job geschlagen. Aber die Verbundenheit zu Arminia ist sehr groß."

Lienen, der einst seine Profi-Spielerkarriere bei der Arminia begann, wird das Team im nächsten Heimspiel gegen den VfL Osnabrück erstmals betreuen.

Zwischen 1974 und 1977 sowie 1981 und 1983 absolvierte Lienen insgesamt 156 (36 Tore) für die Ostwestfalen.

Bereits am Sonntagnachmittag hatte der FC Ingolstadt mit Benno Möhlmann einen Nachfolger für den geschassten Michael Wiesinger präsentiert.(DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Wiesinger wurde beim Vorletzten die Doppelbelastung durch den Trainerlehrgang in Köln zum Verhängnis.

Neuer Coach optimistisch

Sein Nachfolger geht optimistisch ans Werk.

"So wie ich die Leistungen der Mannschaft gesehen habe, muss es Ziel sein, am Ende der Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben", schätze Möhlmann sein Team ein.

Der 56-Jährige erhält einen Vertrag bis Saisonende, der sich bei erfolgreichem Klassenerhalt automatisch um ein Jahr verlängert.

Co-Trainer von Möhlmann wird Sven Kmetsch, der zuletzt bei Schalke 04 als Jugendcoach arbeitete.

Ziege will durchatmen

Sowohl der FCI als auch die Arminia haben nach neun Niederlagen aus elf Spielen bereits einen großen Rückstand auf das rettende Ufer.

Der ehemalige Nationalspieler Ziege nahm seine Entlassung nach dem schlechtesten Saisonstart seit 1987 relativ gelassen.

"Ich hatte genügend Zeit, mich auf die Situation vorzubereiten. Ich denke, dass ich mir jetzt meine Familie packen werde und durchatmen möchte", sagte der Europameister von 1996.

Arminia-Profis selbstkritisch

Ziege hatte die Mannschaft erst im Sommer übernommen. Die Spieler hätten gerne mit ihm weitergearbeitet und zeigten sich selbstkritisch.

"Wir haben versagt, wir haben es nicht geschafft, die Punkte einzufahren. Wir müssen uns das ankreiden, nicht der Trainer", sagte Mittelfeldspieler Manuel Bölstler.

Doppelbelastung hat "Situation verschärft"

Auch in Ingolstadt setzt man fortan auf einen erfahrenen Coach, der über die Fußballlehrer-Lizenz verfügt.

Denn Wiesinger konnte in der Talfahrt nur eingeschränkt reagieren, weil er für den Trainerlehrgang zwischen Ingolstadt und Köln pendelte.

Die Doppelbelastung habe "die aktuelle Situation verschärft", hieß es in der Pressemitteilung des Klubs nach der 1:2-Heimniederlage gegen Energie Cottbus.

Entlassungen zwei und drei

Wiesinger war in der vergangenen Saison zum Cheftrainer aufgestiegen und hatte den Klub durch Siege in der Relegation gegen Hansa Rostock zurück in die Zweite Liga geführt.

Die Trennungen von Wiesinger und Ziege waren die Trainerentlassungen Nummer zwei und drei in der laufenden Zweitligasaison.

Am 31. Oktober hatte Markus Schupp beim Karlsruher SC als erster Coach seinen Stuhl räumen müssen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel