vergrößernverkleinern
Ingolstadts Trainer Benno Möhlmann bis Dezember 2009 bei Greuther Fürth tätig © imago

Benno Möhlmann spricht im SPORT1-Interview über den Abstiegskampf mit seinem neuen Klub Ingolstadt und die ersten Eindrücke.

Von Christian Stüwe

München - Benno Möhlmann hat erst vor wenigen Tagen das Traineramt in Ingolstadt übernommen, doch der Druck ist schon da.

Sein neuer Verein liegt mit nur vier Punkten am Tabellenende der Zweiten Liga.(DATENCENTER 2. LIGA: Ergebnisse und Tabelle)

Im Heimspiel gegen den SC Paderborn (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) sollten die "Schanzer" punkten, um die Konkurrenten nicht noch weiter enteilen zu lassen.

Fünf Punkte beträgt der Rückstand zu den Nichtabstiegsrängen bereits, doch Möhlmann sieht im SPORT1-Interview "die Möglichkeit, da rauszukommen".

Der 56-Jährige übernahm am vergangenen Wochenende den Job des zuvor entlassenen Michael Wiesingers. (ZUM VIDEO: Möhlmann will den Klassenerhalt)

Möhlmann spricht über die ersten Eindrücke, die er sich von seinem neuen Verein und der Mannschaft gemacht hat. Er erklärt, was er anders machen will und wie der Klassenerhalt noch gelingen soll.

Der Trainer bestätigt auch Kontakte zu seinem früheren Verein Arminia Bielefeld.

SPORT1: Wie sind die ersten Eindrücke von ihrer neuen Mannschaft?

Benno Möhlmann: Die ersten Eindrücke sind absolut in Ordnung. Die Mannschaft ist absolut motiviert und willig. Was man jedoch sieht ist, dass ihr die Sicherheit und das Selbstbewusstsein fehlen. Das lässt sich aber im Endeffekt nur mit Erfolgen erringen.

SPORT1: Wo wollen Sie konkret ansetzen? Sind Gespräche das richtige Mittel?

Möhlmann: Gespräche gehören immer dazu. Aber die Konzentration für die Spiele kann man auch durch eine hohe Anspannung im Training üben und erreichen.

[kaltura id="0_931yubn7" class="full_size" title="M hlmann will den Klassenerhalt"]

SPORT1: Bis zum Spiel gegen Paderborn am Sonntag bleiben nur wenige Tage. Was kann ein neuer Trainer in so kurzer Zeit ändern?

Möhlmann: Das sind Kleinigkeiten, wie zum Beispiel eine andere Ansprache oder Sichtweise, die bei den Spielern eine andere Reaktion auslöst. Es geht auch nicht darum, alles zu ändern, was vorher auch gut war und das habe ich auch nicht vor. In den verbliebenen sechs Wochen bis zur Winterpause werde ich das aufgreifen, was vorhanden ist und versuchen, es einfach ein Stück besser und erfolgsorientierter zu machen.

SPORT1: Wo sehen Sie die Stärken und die Schwächen der Mannschaft?

Möhlmann: Das werde ich nicht öffentlich preisgeben, aber ich hoffe natürlich, dass die eine oder andere Stärke gegen Paderborn wieder zu sehen ist. Als Schwäche hat man in den vergangenen Spielen besonders die Chancenverwertung gesehen und insgesamt das zielorientierte Spiel nach vorne.

SPORT1: Die Mannschaft hat bislang nur vier Punkte auf dem Konto. Wie schwer wird der Klassenerhalt?

Möhlmann: Das wird bis zum Ende der Saison ein harter Kampf. Wir müssen versuchen bis zur Winterpause den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen zu halten, damit wir in der Rückrunde angreifen können.

SPORT1: Wie viele Punkte werden ihrer Meinung nach nötig sein?

Möhlmann: Das spielt keine Rolle. Ich hoffe wir holen soviel Punkte, dass wir unser Saisonziel erreichen.

SPORT1: Sie wurden auch bei Arminia Bielefeld gehandelt. War an den Gerüchten etwas dran?

Möhlmann: Als meine ehemalige Station war auch Bielefeld für mich interessant, vor allem im Sommer hätte ich dort gerne den Trainerposten übernommen. In den letzten Tagen hat es zwar auch Kontakte gegeben, aber die waren nicht so weit fortgeschritten, als dass sich was Konkretes ergeben hätte.

SPORT1: Sie haben jetzt fast ein Jahr pausiert. Spüren sie mit diesem Engagement eine gewisse Erleichterung?

Möhlmann: Ich habe vor dieser Auszeit 20 Jahre fast pausenlos gearbeitet, da taten mir die ersten Monate Ruhe ganz gut, aber bereits im Sommer hatte ich schon wieder Lust auf was Neues.

SPORT1: Sie gehen also mit viel Freude an die neue Aufgabe?

Möhlmann: Es ist eine sehr reizvolle Aufgabe, weil man nicht alle Tage die Möglichkeit bekommt, einen Klub zu übernehmen, der so gute Voraussetzungen und ein gutes Potenzial hat, aber momentan eben etwas in der Bredouille ist. Die Möglichkeit da rauszukommen, sehe ich durchaus.

SPORT1: Können Sie sich also auch vorstellen, längerfristig etwas in Ingolstadt aufzubauen?

Möhlmann: Das ist natürlich auch ein Ziel, man sollte aber nie den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Für uns geht es erstmal nur darum, möglichst schnell zurück in die Erfolgsspur zu kommen, um den Klassenerhalt zu erreichen

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel