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Ewald Lienen trainierte vor Bielefeld unter anderem Piräus und 1860 München © getty

Der Trainerfuchs soll Bielefeld vorm Abstieg retten. Die erste Aufgabe gegen den VfL Osnabrück geht er verhalten optimistisch an.

Bielefeld - Mit viel Leidenschaft geht Ewald Lienen an den Auftrag, Arminia Bielefeld vorm Abstieg zu bewahren.

Gegen den VfL Osnabrück startet er seine "Mission impossible" (Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER), sein letzter Auftritt im Dress der Ostwestfalen als Spieler liegt dann exakt 10.022 Tage zurück.

Eine lange Zeitspanne, in der sich der einstige Stürmer vom Querdenker zum akribischen Fußball-Fachmann entwickelte, in der er zehn Klubs in drei verschiedenen Ländern trainierte.

Und doch ist es der Name Ewald Lienen, der bei der Arminia wieder so etwas wie Aufbruchstimmung erzeugt.

"Bis zur Winterpause noch elf Punkte holen"

Lienen, der 18 Kilometer von der "Alm" entfernt aufwuchs, soll das Unmögliche möglich machen.

Mit vier Punkten aus elf Spielen und Platz 18 scheint der hochverschuldete Klub einaussichtsloser Fall zu sein - nur nicht für Lienen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Mein Traum ist es, bis zur Winterpause noch elf Punkte zu holen", sagt der Coach dennoch.

Selten hatte Lienen in seiner Trainerkarriere eine ausweglosere Situation vorgefunden. Und trotzdem demonstriert der 56-Jährige Gelassenheit.

Lienen als Motivator gefordert

"Ich empfinde diese Situation nicht als Druck. Es ist klar, dass wir uns Ziele gesteckt haben. Und Ziele muss man sich immer hart erarbeiten, das geht nur, wenn man sich mit Engagement, Enthusiasmus und Freude dafür einsetzt."

Der Nachfolger des glücklosen Christian Ziege war in seinen ersten Tagen als Psychologe und Motivator gefragt.

"Das eigene Stadion muss wieder eine Festung werden, das müssen wir uns jetzt erarbeiten", forderte der Trainer, wohlwissend dass es zuletzt drei Heimniederlagen in Serie gab.

Osnabrück kämpft gegen Auswärtsschwäche

Die Fans trauen Lienen aber durchaus die Wende zu. Für das Spiel am Samstag sind bereits über 14.000 Karten verkauft worden.

Und die Rivalen aus Osnabrück wissen, dass es auf der "Alm" nicht leicht werden dürfte. Der VfL holte auswärts bisher erst einen Sieg.

Coach Karsten Baumann ist aber optimistisch und sagt: "Mit Ausnahme der Partie in Fürth haben wir uns gut präsentiert, aber zu wenig mit nach Hause genommen."

SPORT1 hat die weiteren Fakten zum 12. Spieltag:

SAMSTAG:

Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück:

Nach nur einem Sieg aus elf Saisonspielen wurde Bielefelds Trainer Christian Ziege entlassen. Der erfahrene Ewald Lienen soll die Arminen nun zum Klassenerhalt führen.

Osnabrück feierte in ihren jüngsten sechs Partien nur einen Sieg. Von den bislang elf Auftritten in Bielefeld konnte der VfL nur einen gewinnen. (vier Unentschieden, sechs Niederlagen)

FSV Frankfurt - 1. FC Union Berlin:

(beide Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

Frankfurt, das in dieser Saison bereits viermal ohne Gegentor geblieben ist, hat zwei seiner letzten drei Heimspiele gewonnen.

Union hat sich mit zwei Siegen in Folge vorerst von den Abstiegsrängen entfernt. (2:1 und 0:1)

SONNTAG:

Energie Cottbus - 1860 München:

Cottbus feierte in den jüngsten fünf Pflichtspielen vier Siege (inklusive DFB-Pokal). Die Lausitzer konnten nur zwei ihrer bislang sechs Heimspiele gegen die Münchner gewinnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen).

Der TSV, der drei seiner jüngsten vier Auswärts-Auftritte gewann, ist bereits seit acht Liga-Auftritten ungeschlagen. (1:0 und 2:1)

Alemannia Aachen - MSV Duisburg:

Nach zuvor sieben Begegnungen ohne Niederlage kassierte Aachen, das die jüngsten vier Pflicht-Heimspiele (inklusive DFB-Pokal) gewann, zuletzt ein 1:2 bei 1860 München.

Duisburg, das fünf der vergangenen sechs Pflichtspiele gewann, hat nur eines der jüngsten sieben Duelle gegen Aachen verloren (vier Siege, zwei Unentschieden). (1:1 und 2:0)

FC Ingolstadt - SC Paderborn:

(alle So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

In Ingolstadt feiert Trainer Benno Möhlmann nach der Trennung von Michael Wiesinger sein Comeback als Zweitliga-Coach. Der Aufsteiger kassierte zuletzt fünf Pflichtspiel-Niederlagen (inklusive DFB-Pokal).

Paderborn, das alle seine fünf Auswärtsspiele verlor, brachte zuletzt Spitzenreiter Hertha BSC die erste Saisonniederlage bei.

MONTAG:

Hertha BSC - VfL Bochum:

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV und im LIVE-TICKER)

Hertha musste zuletzt beim 0:1 in Paderborn seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Dabei blieben die Berliner erst zum zweiten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer.

Bochum konnte von bislang 23 Auftritten in Berlin nur drei gewinnen, zuletzt am 16. September 1995 beim 2:0 in der 2. Bundesliga. (In der Bundesliga: 0:0 und 0:1)

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