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Pierre-Michel Lasogga (l.) wechselte 2010 vom Bayer 04 Leverkusen zu Hertha BSC © getty

Der Ex-Hertha-Coach muss einiges ertragen und findet es trotzdem "schön". Sein Nachfolger beweist ein glückliches Händchen.

Berlin - Bei seiner bitteren Rückkehr ins Olympiastadion wurde Friedhelm Funkel auch noch von den Hertha-Fans verhöhnt.

"Ohne Funkel wär'n wir gar nicht hier", sangen die Berliner Anhänger und feierten den 2:0 (1:0)-Sieg gegen den VfL Bochum auch als kleine Abrechnung mit ihrem Ex-Trainer (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Funkel hatte in der vergangenen Saison den Abstieg von Hertha BSC Berlin nicht verhindern können und die Anhänger vor allem durch 14 sieglose Heimspiele gegen sich aufgebracht.

Der 56-Jährige nahm die Schmähgesänge und Pfiffe von Teilen der Hertha-Fans zumindest äußerlich gelassen.

Seine Rückkehr nach Berlin sei "ein schönes Gefühl" gewesen, erklärte Funkel: "Die Leute, die gepfiffen haben, kenne ich nicht. Deswegen ist es mir egal. Ich habe mich von Hertha nicht im Streit getrennt. Ich wünsche dem Klub den Aufstieg."

VfL fehlt die Konstanz

Die sofortige Rückkehr in die Bundesliga ist auch das erklärte Ziel seines aktuellen Klubs, doch der Rückstand der Bochumer auf einen direkten Aufstiegsplatz ist auf elf Punkte angewachsen.

Statt wie erhofft den Berlinern auf Augenhöhe zu begegnen, versinkt der VfL im Tabellenniemandsland. Die fehlende Konstanz im Spiel der Westfalen zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison.

Kampfansage von Luthe

"Die erste Halbzeit haben wir völlig verpennt. Wenn wir uns aber in den letzten fünf Spielen bis zur Winterpause so präsentieren wie in der zweiten Hälfte, dann können wir alle Spiele gewinnen", meinte Torhüter Andreas Luthe, der gegen Hertha einen rabenschwarzen Tag erwischte.

Bei beiden Gegentreffern durch das Berliner Sturmtalent Pierre-Michel Lasogga (32. und 69.) half Luthe tatkräftig mit.

Lasogga beißt sich durch

Die Hertha feierte dagegen vor 28.973 Zuschauern in ihrem 500. Zweitligaspiel die Rückkehr an die Tabellenspitze und natürlich Youngster Lasogga. Trainer Markus Babbel hatte dem erst 18-Jährigen den Vorzug gegenüber dem etablierten Rob Friend gegeben und damit goldrichtig gelegen.

"Es tat mir leid, dass ich ihn nicht früher von Anfang an bringen konnte, aber er hat nie aufgegeben, immer gebissen", sagte Babbel.

Zieht Bayer die Option?

"Der Trainer hat mir vertraut, und ich habe das Vertrauen mit zwei Toren zurückgezahlt", sagte Lasogga nach seinem Startelfdebüt. Der gebürtige Gladbacher war im Sommer von Bundesligist Bayer Leverkusen in die Hauptstadt gewechselt.

Im Vertrag wurde für Bayer eine Rückkauf-Option eingebaut.

Je stärker Lasogga in Zukunft also spielt, desto geringer wird die Chance auf einen Verbleib des Angreifers.

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