vergrößernverkleinern
Vratislav Lokvenc (l.) wechselte vor der Saison vom FC Basel zu den Ingolstädtern. © getty

Einfallslose Mainzer patzen daheim gleich mit 0:3 gegen Neuling Ingolstadt - und verpassen, sich an der Tabellenspitze abzusetzen.

Mainz - Tabellenführer FSV Mainz 05 hat im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga eine große Chance ausgelassen und den Patzer des 1. FC Kaiserslautern nicht genutzt.

Das Team von Trainer Jörn Andersen erlaubte sich wie sein ärgster Verfolger einen Ausrutscher und verlor am 12. Spieltag überraschend mit 0:3 (0:2) gegen den FC Ingolstadt.

Vratislav Lokvenc (10.), Markus Karl (34.) und der eingewechselte Andreas Buchner (80.) bescherten dem Aufsteiger den ersten Auswärtssieg im Unterhaus.

Routinier Lokvenc erfolgreich

Nach der Niederlage von Kaiserslautern (2:4 beim SV Wehen Wiesbaden) am Freitagabend hat Mainz nach seiner ersten Heimpleite der Saison weiterhin einen Zähler Vorsprung auf die Pfälzer. Die Gastgeber liefen vor 19.500 Zuschauern am Bruchweg bereits früh einem Rückstand hinterher.

Matthias Schwarz hatte vor dem Führungstreffer gleich drei FSV-Abwehrspieler aussteigen lassen und klug zu Lokvenc gepasst. Aus elf Metern schloss der 34-Jährige erfolgreich ab.

Mainz dominiert

In der Folge dominierten die Mainzer die Partie. Bis auf einen gefährlichen Weitschuss von Markus Feulner (22.) blieben die Bemühungen der Andersen-Elf aber ohne Erfolg.

"Es war eine verdiente Niederlage. Ingolstadt war von Beginn an bissiger und williger. Wir waren vorne und hinten schlampig. Eine Heimniederlage tut natürlich weh, aber in dieser Liga kann alles passieren. Thorsten Fink hatte recht, wir waren heute dran. Die Tabelle sieht aber immer noch gut aus", sagte FSV-Coach Jörn Andersen.

Clevere Ingolstädter

Ingolstadt präsentierte sich dagegen äußerst effektiv. Nach feinem Querpass von Ersin Demir überwand Mittelfeldspieler Karl den Mainzer Torhüter Dimo Wache aus abseitsverdächtiger Position. Auch nach dem Wechsel verwalteten die Gäste die Führung clever und erhöhten sogar.

"Das war ein Spiel, zu dem man nur wenig sagen kann, da gab es keinen Diskussionsstoff. Wir waren nach vorne und nach hinten gut, haben vor allem im Mittelfeld das Spiel beherrscht. Nach der Pause haben wir etwas abwartender gespielt", sagte Ingolstadts Trainer Thorsten Fink.

Bei den Rheinhessen überzeugten Miroslav Kathan und Nikolce Noveski. Ralf Keidel sowie Rama verdienten sich bei Ingolstadt gute Noten.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel