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Rico Schmitt führte Erzgebirge Aue in der vergangenen Saison in die Zweite Liga © getty

Aue kann die Tabellenführung übernehmen. Schmitt lobt sein Team und die Fans. Hyballa weiß, warum Aachen hinterherhinkt.

Von Björn Seitner

München - Was Erzegbirge Aue am 13. Spieltag erreichen kann, ist den meisten Sachsen wohl noch suspekt.

Der Aufsteiger kann mit einem Sieg gegen Alemannia Aachen (ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) erstmals Hertha BSC Berlin überholen und die Tabellenführung im Unterhaus übernehmen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dass sich Aue in der laufenden Saison so stark präsentiert, findet offenbar nur Aachen-Coach Peter Hyballa nicht überraschend.

"Alle Welt wartet darauf, dass Aue mal einbricht. Aber das passiert nicht. Ich finde, dass Aue eine hohe Qualität hat", so der 34-Jährige.

Hart erarbeitete 27 Punkte

Doch Rico Schmitt, Trainer der "Veilchen", hält den Ball betont flach.

"Wir befinden uns in einer hervorragenden Ausgangsposition. Die Mannschaft und die Fans haben sich diese 27 Punkte über zwölf lange Spiele erarbeitet. Die Betonung liegt auf erarbeitet", so Schmitt.

Der FCE-Coach betont dabei die größte Stärke der Sachsen: den Kampf.

Aues Heimstärke

Vor allem im heimischen Erzgebirgsstadion ist Aue eine Macht.

Fünf Spiele, fünf Siege und nur zwei Gegentore - das ist die Bilanz.

Und die Fans stehen hinter ihrem Team, wie Aues Mittelfeldspieler Oliver Schröder weiß:

"Aachen weiß, dass wir zu Hause gut sind. Sie werden sehr motiviert sein um uns zu Hause zu stoppen. Es liegt an uns, dass wir die Euphorie der Fans mitnehmen."

Punkte für das große Ziel

In diese Kerbe sticht auch Kollege Kevin Schlitte: "Aachen wird es uns nicht leicht machen. Wir müssen über den Kampf ins Spiel finden, das ist unsere größte Stärke."

Und weiter mit Blick auf den Aufstieg: "Wir wollen weiter Punkte für unser großes Ziel sein. Das ist das Wichtigste."

Auch Schmitt will die Alemannia nicht unterschätzen, die "die Favoriten Berlin und Bochum gezeigt hat, wieviel Potential in ihr steckt".

"Zu wenig Dreier"

Aachen rangiert mit 17 Zählern als Neunter nur im Tabellenmitteldfeld.

Im Gegensatz zu Aue, habe sein Team "einfach zu wenig Dreier geholt", weiß Hyballa.

Doch Aachen wird es aufgrund der Personalsituation in Aue nicht leicht haben. Thomas Zdebel fällt sicher aus, der Einsatz von Kevin Kratz ist höchst fraglich.

Aue muss laut Schmitt "höchstwahrscheinlich auf Enrico Kern verzichten". Bei Thomas Paulus müsse man das Abschlusstraining abwarten.

SPORT1 hat die weiteren Fakten zum 13. Spieltag:

FC Augsburg - Karlsruher SC:

Nach zuvor vier Pflichtspielsiegen (inklusive Pokal) in Folge musste sich Augsburg zuletzt mit einem 1:1 in Fürth zufriedengeben.

Der KSC wartet bereits seit acht Partien auf den dritten Saisonerfolg. (Vorsaison: 1:1 und 0:1)

1860 München - FSV Frankfurt:

1860 ist seit neun Liga-Auftritten ungeschlagen (fünf Siege, vier Unentschieden).

Die Münchner haben keines ihrer bislang sieben Ligaspiele gegen den FSV verloren (fünf Siege, zwei Unentschieden).

Die Frankfurter gewannen drei ihrer vergangenen vier Liga-Partien. (2:1 und 2:3)

Erzgebirge Aue - Alemannia Aachen:

(alle So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Das seit neun Auftritten ungeschlagene Aue konnte alle fünf Saison-Heimspiele gewinnen, vier davon ohne Gegentor. Außerdem ist Erzgebirge in den letzten 21 Heimspielen ungeschlagen.

Aachen hat aus den jüngsten beiden Begegnungen nur einen Zähler eingefahren.

MONTAG:

Duisburg - Cottbus:

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TVund im LIVE-TICKER)

Duisburg hat alle sechs Liga-Heimspiele dieser Saison gewonnen, die jüngsten vier ohne Gegentor.

Cottbus ist seit vier Pflicht-Begegnungen ungeschlagen (drei Siege, ein Unentschieden). (2:2 und 1:0)

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