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Friedhelm Funkel trainierte von 2004 bis 2009 Eintracht Frankfurt © getty

Gerber trifft gegen einen desolaten VfL schon nach 120 Sekunden, ein Mittelfeldspieler drei Mal. Funkel steht auf der Kippe.

Bochum - Nach einer desolaten Vorstellung stehen dem VfL Bochum unruhige Tage und eventuell eine Trainerdiskussion bevor.

Einen Tag nach der Suspendierung ihrer vier "Nachtschwärmer" verloren die Westfalen ihr Heimspiel am 13. Spieltag mit 1:4 (1:2) gegen den FC Ingolstadt, der mit dem zweiten Saisonsieg das Tabellen-Schlusslicht an Arminia Bielefeld übergab.

Fabian Gerber (2.) und Stefan Leitl (9., 56. und 66.) erzielten die Treffer im zweiten Spiel des FC unter dem neuen Trainer Benno Möhlmann. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für den VfL, der mit einem gellenden Pfeifkonzert der wütenden Fans verabschiedet wurde, traf lediglich Chong Tese (22.).

"Nicht zu entschuldigen"

"Diese Leistung ist nicht zu entschuldigen, das ist mir unerklärlich. Bei einigen Spielern habe ich Arroganz oder Überheblichkeit ausgemacht", meinte VfL-Trainer Friedhelm Funkel.

"Den Blick nach oben in der Tabelle brauchen wir nicht mehr zu richten, einige Spieler scheinen davon geblendet zu sein."

Bochum ohne Dabrowski

Schon zur Halbzeit machten sich die 9609 Zuschauer über den blamablen Auftritt der Mannschaft von Funkel lautstark Luft.

Der Coach hatte auf die vier aus diszplinarischen Gründen suspendierten Mirkan Aydin, Zlatko Dedic, Milos Maric und Anthar Yahia verzichtet und zudem den gelbgesperrten Kapitän Christoph Dabrowski ersetzen müssen.

Nach einem desolaten Start hatten sich die Westfalen zwar nach rund 25 Minuten gefunden, doch unter dem Strich steht die vermutlich schlechteste Halbzeit der Saison.

Nicht eine erfolgversprechende Chance konnte der VfL am Ende verbuchen.

Hartmann verfehlt knapp

Die Gäste hingegen blieben stets gefährlich und hätten ihren Vorsprung durch einen Kopfball von Moritz Hartmann, der das Bochumer Gehäuse nur knapp verfehlte, unmittelbar vor dem Pausenpfiff ausbauen können.

Nach dem Wechsel bemühte sich der VfL um eine Resultatsverbesserung, doch blieben die Angriffsversuche zu harmlos, um die Ingolstädter zu irritieren.

Katastrophale VfL-Verteidigung

Katastrophale Fehler in der Abwehr ebneten den Ingolstädtern den Weg zu weiteren hochkarätigen Chancen.

Allenfalls Tese vermochte bei den Bochumern zu gefallen, beste Akteure bei den Gästen waren Torschütze Leitl und Malte Metzelder.

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