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Voller Einsatz: Die Mainzer Tim Hoogland und Nico Bungert werfen alles in die Waagschale © getty

Mit einem Dreier gegen Ingolstadt kann Mainz die Tabellenführung ausbauen, Rostock ist zum Siegen verdammt. Die Sonntagsspiele.

Von Thorsten Deppe

München - Seit Wochen herrscht Bewegung an der Spitze der Zweiten Liga und es werden wie wild die Plätze getauscht.

Erst am letzen Spieltag hat Mainz 05 den 1. FC Kaiserslautern wieder vom Ligathron gestoßen.

Trainer Jörn Andersen ist dennoch wenig euphorisch: "Am 11. Spieltag ist noch niemand aufgestiegen."

Und um weiterhin ganz oben zu bleiben, ist ein Sieg gegen den auswärtsschwachen FC Ingolstadt (So., ab 13.45 LIVE ) Pflicht: Erst zwei Punkte holten die Oberbayern in der Ferne.

Deshalb warnt der Mainzer Coach vor Überheblichkeit: "Es ist leicht den FC Ingolstadt zu unterschätzen. Aber wir wissen, was die zu leisten im Stande sind."

Galavorstellung gegen Freiburg

Trainer Andersen ist auch die "Schanzer" Galavorstellung am letzten Spieltag gegen den Mitaufstiegskonkurrenten Freiburg mit Sicherheit nicht entgangen.

Mit 4:0 erteilten die Bayern den Breisgauern eine Lehrstunde. Vor allem gegen die großen Teams spielen die Ingolstädter regelmäßig stark. Neben Rostock musste auch Greuther Fürth alle Punkte abgeben.

"Wir haben nichts zu verlieren", kündigte der Ingolstädter Trainer Thorsten Fink an.

So viel steht fest: Die "Schanzer" können beim Spitzenreiter ihren ersten Auswärtssieg in dieser Saison landen und damit die weiße Weste der Mainzer beschmutzen.

Die stehen bisher noch ohne Heimniederlage da.

Sport1.de fasst die Fakten der weiteren Sonntagsspiele zusammen.

Augsburg - Fürth

Mit einem Sieg im bayerischen Derby beim FC Augsburg können die Fürther sich vorerst den Relegationsplatz sichern.

Um dort auch die Woche zu verbringen, müssen die Franken allerdings auf ein Remis im Montagsspiel zwischen Freiburg und St. Pauli hoffen.

Punkte in Augsburg müssen sich die "Kleeblättler" wohl hart verdienen, denn die bayerischen Schwaben gehen selbstbewusst ins Spiel:

"Fürth ist ein starker aber machbarer Gegner", sagte FCA-Trainer Holger Fach.

Nach vier Spielen ohne Niederlage ist das nachvollziehbar.

Rostock - Osnabrück

Ein Rehabilitationsprogramm bei Fans und Vorstand muss Trainer Frank Pagelsdorf mit seinen Rostockern gegen die Gäste aus Osnabrück starten.

Nach der spielerisch und kämpferisch armseligen Niederlage bei Rot-Weiß Oberhausen steht der gebürtige Hannoveraner bereits unter Zugzwang und der Trainerstuhl der einstigen Rostock-Institution Pagelsdorf wackelt gewaltig.

Für die Wiedergutmachung kommt mit Osnabrück genau der richtige Gegner.

Lediglich ein Unentschieden hat der VfL bisher den Gegnern auf fremden Platz abgetrotzt.

Zudem fällt bei den Niedersachsen der gerade erst wieder genesene Gaetano Manno aus. Der Stürmer erlitt im Spiel gegen den FC Augsburg einen Riss des Syndesmosebandes.

1860 München - Oberhausen

Nach zuletzt dreizehn Punkten aus fünf Spielen folgte ein Unentschieden auf dem Betzenberg. Der Aufwärtstrend von 1860 München ist momentan nicht zu stoppen.

Mit einem Sieg gegen Rot-Weiß Oberhausen und entsprechenden Patzern der Tabellennachbarn kann der TSV sogar den Relegationsplatz erklimmen.

"Löwen"-Trainer Marco Kurz warnt allerdings eindringlich davor, Oberhausen, die bisher noch ohne einen einzigen Auswärtspunkt dastehen, zu unterschätzen.

"Statistiken sind mir egal. Oberhausen wird sicher nicht nach München fahren, um die Punkte kampflos abzugeben."

Den Nimbus der Auswärtsniederlagen zu brechen ist Oberhausen durchaus zuzutrauen. In der letzen Partie gegen Rostock erkämpfte sich Rot-Weiß drei Punkte und rutschte vorerst von den Abstiegsrängen.

Allerdings hat RWO gegen 1860 München seit 1969 nicht gewonnen.

Duisburg - Ahlen

Der MSV Duisburg findet sich vor dem Heimspiel gegen Rot-Weiss Ahlen im Niemandsland wieder. Jeweils drei Punkte beträgt der Abstand zum Relegationsplatz für Auf- und Abstieg.

Nach der Heimniederlage gegen St. Pauli und dem Remis in Koblenz zieht Duisburgs Trainer Rudi Bommer jetzt Konsequenzen.

"Wir dürfen nicht mehr patzen, wie gegen St. Pauli. Wagner und Kouemaha wirken etwas müde, darum denke ich über Heller und Salou als Alternativen nach. Ede hat mir beim Spiel in Koblenz nicht so gut gefallen."

Auch mit neuem Personal wird das Spiel für den MSV gewiss kein Selbstläufer, den mit Ahlen empfangen die "Zebras" das zweitbeste Auswärtsteam der Liga.

Dementsprechend geht Trainer Wück mit Respekt an die Sache: "Wir müssen konzentriert sein und unsere Chancen eiskalt nutzen."

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