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Macauley Chrisantus (r.) erzielte das Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 © getty

Der neue Trainer startet in Karlsruhe erfolgreich. Der KSC schläg Oberhausen deutlich, allerdings hilft ein früher Platzverweis.

Karlsruhe - Sechs Tage nach seiner Verpflichtung hat Trainer Uwe Rapolder beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten Karlsruher SC einen Einstand nach Maß gefeiert.

Die Badener bezwangen Rot-Weiß Oberhausen mit 4:0 (1:0) und kamen zum ersten Sieg nach zuvor neun Spielen ohne "Dreier".

Damit verkürzte der KSC, der nach einer äußerst umstrittenen Roten Karte gegen Oberhausens Marcel Landers (15.) 75 Minuten in Überzahl spielte, den Rückstand zum rettenden Ufer auf einen Punkt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Timo Staffeldt (2.), Macauley Chrisantus (47.), Matthias Zimmermann (67.) und Lukas Rupp (90.) besiegelten den dritten Sieg des Ex-Bundesligisten in dieser Saison.

Wellenreuther lobt "gute erste Ansätze"

"Uwe Rapolder sollte der Mannschaft Selbstvertrauen geben. Die guten ersten Ansätze haben wir in diesem Spiel schon gesehen", sagte der neue KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.

Auch die Spieler, namentlich Matthias Zimmermann, äußerten sich positiv über den neuen Coach: "Wir haben jetzt einen guten Trainer, der weiß wie wir spielen müssen."

"Tor zum richtigen Zeitpunkt"

Der Gelobte machte auch die glücklichen Umstände für den hohen Sieg verantwortlich. "Wir waren auch vom Spielverlauf begünstigt. Das Tor fiel zum richtigen Zeitpunkt, das hat uns Selbstvertrauen gegeben", sagte Rapolder nach dem Spiel

Der 52-Jährige hatte sein neues Team gegenüber der Niederlage beim FC Augsburg (1:3) gleich auf fünf Positionen verändert. Mit Erfolg.

Bereits nach rund 100 Sekunden schloss Staffeldt eine Hereingabe von Chrisantus aus 13 Metern erfolgreich ab.

Umstrittene Rote Karte

In der Folge stand dann Schiedsrichter Robert Kempter im Blickpunkt. Der Sauldorfer zeigte RWO-Verteidiger Landers nach einer vermeintlichen Notbremse gegen Gaetan Krebs zwei Meter vor dem Strafraum die Rote Karte.

Besonders RWO-Trainer Hans-Günter Bruns war nach der Partie sauer: "Wenn der Junge (Krebs, d. Red) sagt, dass er nicht getroffen wurde und der Schiri das nicht annimmt - wo ist da der Fair-Play-Gedanke, der vom DFB immer so herausgestellt wird?"

In Überzahl forcierten die überlegenen Badener dann den Druck.

Oberhausen suchte sein Heil in Kontern, Stürmer Moses Lamidi scheiterte aber an KSC-Keeper Luis Robles (39.). Nach dem Wechsel gelang den Hausherren erneut ein Blitzstart.

Nach einem Steilpass von Iaschwili lief Chrisantus alleine auf das RWO-Gehäuse zu und schob zum 2:0 ein. Der 18-jährige Zimmermann erhöhte auf 3:0, den Schlusspunkt setzte Lukas Rupp.

Bei Karlsruhe überzeugten Iaschwili und Chrisantus. Markus Kaya sowie Keeper Sören Pirson verdienten sich die besten Noten beim Gast aus Oberhausen, der nach nur einem Erfolg in den vergangenen acht Partien weiter im unteren Mittelfeld feststeckt.

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