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1860-Trainer Reiner Maurer (r.) ist mit den "Löwen" seit zehn Spielen ungeschlagen © getty

Trotz wirtschaftlicher Schreckensmeldungen soll der sportliche Aufschwung der "Löwen" weitergehen. Fürth will die Serie aber beenden.

Von Jakob Gajdzik

München - Finanziell kämpft der Verein ums Überleben, doch sportlich geht der Blick bei 1860 München nach oben.

Der Gewinner des Verfolger-Derbys zwischen den "Löwen" und der SpVgg Greuther Fürth (Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV und ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) kann den Anschluss an die Spitzenplätze herstellen.

Durch einen Sieg könnten die Münchner auch ein Stück weit die jüngsten finanziellen Schreckensnachrichten in den Hintergrund rücken, die bei der Delegiertenversammlung am Samstag verkündet wurden.

"Unsere Bilanz sieht furchtbar aus", lautete das Fazit von Vize-Präsident Dieter Schneider, der die anstehende Sanierung als "Drecksarbeit" bezeichnete, die mindestens drei Jahre in Anspruch nehmen werde.

Während auf den im Amt bestätigten Vorstand um Präsident also Reiner Beeck also schwierige Aufgaben zukommen, gilt es für die Mannschaft, die jüngsten Erfolge zu bestätigen.

Seit zehn Spielen sind die "Löwen" unbesiegt und das soll auch in Fürth so bleiben.

"Ich kümmere mich um die sportlichen Belange", erklärte Trainer Reiner Maurer: "Und wenn die positiv sind, dann wird es auch für den Verein wirtschaftlich einfacher."

Maurer setzt auf Erfolgself

Maurer wird in der Trolli-Arena wohl zum vierten Mal in Folge seine erfolgreiche Startelf aufbieten, der verletzte Stefan Aigner fehlt nach seinem Syndesmoseband-Anriss weiterhin.

Den georgischen Verteidiger Mate Ghvinianidze, ohnehin zuletzt am sechsten Spieltag eingesetzt, strich der Coach nach dessen nächtlichen Ausflug ins Münchner Nachtleben komplett aus dem Kader.

Der "Löwen"-Trainer rechnet mit einem heißen Tanz im fränkisch-bayrischen Derby. "Da wird Feuer unterm Dach sein", sagte der "Löwen"-Trainer und gab einen Punkt als "Mindestziel" aus.

Da angesichts der brisanten wirtschaftlichen Lage in der Winterpause sogar Spielerverkäufe drohen, ist es für 1860 wichtig, noch einige Zähler auf die Habenseite zu schaffen.

Maurer schwant offenbar schon Böses. "Klar gibt es Spieler, die ich gerne behalten würde. Aber Transfererlöse mit Spielern, die nicht spielen, werden schwer zu erzielen sein", erklärte er.

Fürth will Aufschwung fortsetzen

Wieder hinein in den Aufstiegskampf will aber auch die Spielvereinigung, die nach einer zwischenzeitlichen Durststrecke von einem Punkt aus vier Spielen aus dem oberen Drittel gerutscht ist. .

Doch nun wollen die "Kleeblätter" auf das Erfolgserlebnis in der vergangenen Woche in Paderborn aufbauen und die Serie von 1860 brechen.

Büskens liebt Flutlichtspiele

"Wir wollen die Mannschaft sein, die den Löwen im elften Spiel eine Niederlage beibringt", erklärte Trainer Mike Büskens, für den das Montagsspiel etwas Besonderes ist.

"Ich liebe Spiele unter Flutlicht", erklärte der 42-Jährige, der personell fast wieder aus dem vollen Schöpfen kann.

Die angeschlagenen Milorad Pekovic und Stephan Schröck kehren zurück und selbst der Einsatz des lange wegen einer Schulterverletzung pausierenden Stürmers Christopher Nöthe ist möglich.

Mit einem Sieg könnten die Fürther in der ewigen Derby-Bilanz mit 1860 gleichziehen. Denn mit mit 6:5 Siegen liegen die "Löwen" hier knapp vorn.

Zumindest eine erfreuliche Bilanz für die Münchner in diesen Tagen.

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