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Unions Karim Benyamina steht nach 13 Saison-Einsätzen bei fünf Toren © getty

Union füllt den Kader gegen Bochum mit Nachwuchskräften aus der Zweiten Mannschaft auf. VfL-Coach Funkel ist in Hochstimmung.

Von Marcus Giebel

München - Die Woche vor dem Heimspiel gegen den VfL Bochum (Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) hatte wenig Positives für Union Berlin.

Weil die Trainingsplätze unter den Schneemassen litten, mussten die Hauptstädter in die Halle ausweichen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zudem entpuppte sich die Blessur von Torwart Marcel Höttecke aus dem Spiel in Ingolstadt als Muskelfaserriss: Der frühere Dortmunder verlängert damit die ohnehin schon üppige Ausfall-Liste.

Angesichts von acht sicheren Ausfällen inklusive dem gelb-gesperrten Christoph Menz flüchtet sich Trainer Uwe Neuhaus in Galgemhumor: "Die Personallage ist - glimpflich ausgedrückt - angespannt."

Ede und Stuff fraglich

Denn auch die Einsätze von Chinedu Ede (Rückenprellung) und Christian Stuff (Adduktorenbeschwerden) sind ungewiss.

Teammanager Christian Beeck spricht gar von einer Seuche, betont aber auch: "Jammern hilft nichts."

Und Neuhaus ist sicher: "Unser Kader ist groß genug, sodass wir auch gegen Bochum elf Spieler auf den Platz schicken, die alles geben werden."

Fünf Reserve-Spieler rücken auf

Einer davon wird Jan Glinker sein, der seinen Platz zwischen den Pfosten nach Formschwäche vor fünf Wochen an Höttecke verloren hatte.

Neuhaus stimmt den 26-Jährigen auf die wichtige Begegnung für den Tabellen-14. ein: "Er spielt, also hat er Leistung zu bringen."

Während Glinker immerhin schon 47 Zweitligaspiele absolviert hat, hält sich die Erfahrung bei anderen Nachrückern in Grenzen.

So werden mit den 18-Jährigen Bone Uaferro, Steven Skrzybski, Kilian Pruschke und Maurice Trapp sowie dem drei Jahre älteren David Hollwitz fünf Akteure aus der Reserve im Kader stehen.

Freier außer Gefecht gesetzt

Auf der anderen Seite hat Friedhelm Funkel dagegen die personelle Qual der Wahl. "Wir haben derzeit null Verletzte, das ist für den jetzigen Zeitpunkt in der Saison außergewöhnlich", jubelt der Routinier auf dem Trainerstuhl.

Allerdings ist diese Aussage nur die halbe Wahrheit: Philipp Bönig und Mirkan Aydin sind nach langwierigen Verletzungen erst wieder ins Training eingestiegen.

Paul Freier wiederum wurde nach einem Infekt mit Antibiotika behandelt und hat bis Dienstag Sportverbot.

Außerdem mussten die Stürmer Chong Tese (Reizung im Knie) und Zlatko Dedic (Muskelverhärtung) im Training kürzer treten.

Funkel will alle dabeihaben

Die Reise in die Hauptstadt werden sie aber genauso mitmachen wie die ehemaligen Union-Junioren Björn Kopplin und Roman Prokop.

Wobei Funkel am liebsten keinen seiner Akteure in Bochum lassen würde. "Nach den Trainingseindrücken hätte ich am liebsten alle mitgenommen", lobt der 56-Jährige.

Eine Aussage, die beim Gegner in Anbetracht der Verletzungssorgen wie Hohn klingt.

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