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Robin Dutt kam 2007 von den Stuttgarter Kickers zum SC Freiburg © getty

Vor dem Topspiel zwischen dem SC Freiburg und St. Pauli ist klar: Der Sieger bleibt oben dran. Freiburgs Coach äußert Sympathie.

Von Felix Götz

München - Wenn am Montag (ab 20 Uhr LIVE) der SC Freiburg den FC St. Pauli empfängt, dann ist das nicht nur ein Duell zweier Klubs, die sich sehr sympathisch finden, sondern auch ein absolutes Spitzenspiel.

Beide Teams haben 19 Punkte auf dem Konto, der Sieger macht einen Sprung bis auf Platz drei - den Relegationsplatz.

Und doch könnten die Vorzeichen kaum unterschiedlicher sein. Der SC Freiburg hat zuletzt gegen Mainz (0:1) und in Ingolstadt (0:4) verloren und steht bereits unter Druck.

Während St. Pauli mit drei Siegen in Folge in der Tabelle empor stürmte.

Dutt fordert Wiedergutmachung

Gegen Ingolstadt stimmte bei den Freiburgern so gut wie nichts. Hinten agierte die ansonsten so zuverlässige Innenverteidigung um Pavel Krmas und Heiko Butscher bisweilen kopflos.

Und vorne strahlten weder "Mo" Idrissou oder Jonathan Jäger, noch Yacine Abdessadki wirklich Torgefahr aus.

Deshalb fordert Freiburgs Trainer Robin Dutt nach der "schlechtesten Saisonleistung" Wiedergutmachung: "St. Pauli kommt mit breiter Brust. Für uns zählt, dass die Mannschaft das letzte Spiel in Ingolstadt mit einem Erfolgserlebnis kontert."

Alle Mann an Bord

Personell kann der 43-Jährige voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen, obwohl mit Ömer Toprak, Pavel Krmas, Jonathan Jäger, Andreas Glockner und Torhüter Simon Pouplin noch einige Spieler angeschlagen sind.

"Ich hoffe und bin da auch guter Dinge, dass alle zur Verfügung stehen", sagte Dutt.

Alle Mann werden gegen die sich in Topform befindenden Hamburger auch dringend gebraucht, denen Dutt noch ein dickes Kompliment macht: "Ich mag das Trainerteam um Holger Stanislawski sehr und freue mich auf das Spiel gegen St. Pauli - auch wegen der sympathischen und fairen Fans des FC."

Seit 13 Jahren sieglos

So etwas hört man am Millerntor gerne. Und St.-Pauli-Coach Holger Stanislawski sendete via "Bild" Komplimente in den Schwarzwald zurück: "Die Fußball-Atmosphäre, Größe des Stadions und die Stimmung bei den Spielen sind durchaus vergleichbar."

Allerdings weiß auch Stanislawski, dass man nur mit sympathischem Auftreten den ersten Dreier in Freiburg seit 13 Jahren wohl kaum einfahren wird.

Dementsprechend angriffslustig gibt sich der 39-Jährige, dessen Team nach Siegen über Wehen Wiesbaden, Duisburg und Nürnberg vor Selbstvertrauen strotzt: "Wir fahren da hin, um zu gewinnen. Wir sind in der Lage, jeden Gegner zu schlagen."

Bangen um Trojan und Ludwig

Und das mittlerweile auch auswärts. Am Millerntor ist St. Pauli mit fünf Siegen und einem Remis sowieso eine Macht.

Seit dem ersten Auswärtssieg in Duisburg (2:1) traut man sich jetzt also auch im Breisgau einiges zu.

Bangen muss Stanislawski jedoch um den Einsatz von den zuletzt überzeugenden Filip Trojan (Oberschenkelzerrung) und Alexander Ludwig (Schienbeinprellung).

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