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Uwe Neuhaus ist seit 2007 Trainer von Union Berlin © getty

Unions Partie gegen den KSC soll trotz nächtlichen Neuschnees stattfinden. Beide wollen sich "Luft im Abstiegskampf verschaffen".

Von Björn Seitner

München - Die letzte Hinrunden-Begegnung zwischen Union Berlin und dem Karlsruher SC (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) soll wie geplant ausgetragen werden.

Schiedsrichter Marco Fritz besichtigte am Montagvormittag erneut die Stadionanlage.

"Aus unserer Sicht kann das Spiel stattfinden", erklärten die Berliner auf SPORT1-Nachfrage.

400 Fans helfen beim Schneeschippen

Im Stadion An der Alten Försterei hatten bereits am Sonntag rund 400 "eiserne" Fans bei klirrender Kälte die Tribünen und Anfahrtswege von Eis und Schnee befreit.

Jeder der zupackenden Anhänger erhält für das "Advents-Schippen" eine Freikarte für die letzte Hinrunden-Partie.

Über mangelnde Unterstützung darf man sich bei Union also nicht beklagen.

Union will sich Luft verschaffen

Und nun liegt es an der Mannschaft für eine versöhnliche Weihnachtszeit zu sorgen. Zuletzt blieb das Team von Trainer Uwe Neuhaus drei Spiele in Folge sieg- und torlos.

Mit einem "Dreier" könnte man allerdings auf Rang 13 springen und sich "ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen", wie Neuhaus sagt (DATENCENTER: Zweite Liga).

Karlsruhe kann vorbeiziehen

Er weiß aber auch: "Läuft es schlecht stehen wir nach dem 17. Spieltag auf dem Relegationsplatz."

Denn durch ihren ersten Auswärtssieg der Saison könnten die Karlsruher die "Eisernen" überholen und ihrerseits auf Platz 13 rücken.

"Eine schwierige Situation"

Die Ausgangslage sei für "beide Mannschaften eine schwierige Situation. Für uns bedeutet dies, trotz der Gefährdung des Spiels, die Spannung hoch zu halten", so Neuhaus.

Personell stabilisiere sich die Situation bei den Berlinern.

Björn Brunnemann ist wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und auch Daniel Göhlert und auch Christian Stuff befänden sich auf dem Weg der vollständigen Genesung.

Für Kapitän Torsten Mattuschka kommt die Partie jedoch ebenso noch zu früh wie für Torhüter Marcel Höttecke und Innenverteidiger Ahmed Madouni.

Karlsruher Auswärtsschwäche

Karlsruhe läuft vor allem auswärts seinen Ansprüchen hinterher.

Bisher konnten die Badener in der Fremde noch keinen einzigen Sieg einfahren. Mit 21 Gegentoren stellt Karlsruhe zudem die schwächste Auswärts-Abwehr.

Gegen Berlin muss Trainer Uwe Rapolder seine Siegermannschaft aus der Bielefeld-Partie zudem umstellen.

Marco Engelhardt fehlt aufgrund seiner fünften Gelben Karte, Timo Staffeldt wegen einer Grippe.

Tarvajärvi wieder fit

Niklas Tarvajärvi ist dagegen nach seiner Achillessehnenverletzung wieder fit.

Ebenso Matthias Langkamp, der für Matthias Zimmermann in die Viererkette rücken könnte.

Doch auch Rapolder weiß, dass es vor allem eine kampfbetonte Partie um den Abstieg werden wird.

Die Berliner seien eine Mannschaft, "die um jeden Meter kämpft".

Dies werden sie nicht zuletzt für ihre Fans tun, durch die das Spiel erst möglich wurde.

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