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Thomas Doll war bis Ende der Saison 2008 Trainer in Dortmund © getty

Hamburgs Medien verkünden schon einen Pagelsdorf-Nachfolger. In Nürnberg hat Pinola Glück, Goncalves nicht. Die Zweitliga-Splitter.

München - Zweitligist Hansa Rostock hat Meldungen dementiert, wonach Thomas Doll als Nachfolger des am Montag entlassenen Trainers Frank Pagelsdorf bereits feststehe.

"Das stimmt nicht, das müsste ich wissen", sagte Aufsichtsratschef Horst Klinkmann.

Das "Hamburger Abendblatt" hatte berichtet, die Personalfrage sei bereits entschieden und der 42 Jahre alte Ex-Nationalspieler Doll habe das Rennen gemacht.

Die Trennung von Pagelsdorf war am Montag wegen Erfolglosigkeit vollzogen worden. Hansa ist derzeit Tabellen-12. und wird nun übergangsweise von Juri Schlünz betreut.

Doll ist weiter Favorit

Doll, der am 19. Mai als Coach von Bundesligist Borussia Dortmund aufgegeben hatte, gilt aber weiter als Favorit auf den Posten.

Er stammt aus dem mecklenburgischen Ort Malchin und begann seine Karriere 1983 in der DDR-Oberliga im Hansa-Trikot, ehe er 1986 nach Berlin zum BFC Dynamo wechselte.

Rostock wäre für ihn die dritte Trainerstation nach dem Hamburger SV (Oktober 2004 bis Februar 2007) und Borussia Dortmund (März 2007 bis Mai 2008).

Große Nachfrage

Laut Klinkmann gibt es außer Doll "viele Kandidaten" für die Aufgabe: "Über mangelndes Interesse können wir uns nicht beklagen." Ziel sei es, bis zum Beginn der Rückrunden-Vorbereitung einen Neuen zu haben.

"Wenn die Suche vorher erfolgreich ist, werden wir sie aber nicht bis dahin hinauszögern", so Klinkmann. Fest stünde jedoch, dass Schlünz bei Hansas Gastspiel am Montag in Kaiserslautern auf der Bank sitzen werde.

Pinola entlastet - Goncalves gesperrt

Der 1. FC Nürnberg muss für zwei Spiele auf Jose Goncalves verzichten. Der Verteidiger wurde wegen Schiedsrichter-Beleidigung vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gesperrt.

Dagegen stellte der Kontrollausschuss des DFB mit Zustimmung des Sportgerichts das Ermittlungsverfahren gegen den Nürnberger Javier Pinola ein.

"Die Fernsehaufnahme des DSF zeigt nicht eindeutig einen Ellbogenschlag von Javier Pinola gegen seinen Frankfurter Gegenspieler Oualid Mokhtari, und Herr Mokhtari hat zudem eine eher entlastende Aussage zu dem Vorfall gemacht", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses.

Schiedsrichter Holger Henschel (Braunschweig) hatte die Rangelei zwischen dem Argentinier und Mokhtari in der Partie zwischen dem 1. FCN und dem FSV Frankfurt (0:0) am 7. November nicht gesehen, weshalb das DFB-Gremium nachträglich ermitteln konnte.

Bei einer Verurteilung hätte Pinola eine Sperre von bis zu sechs Spielen gedroht.

Goncalves war beim Spiel des Club gegen Frankfurt in der 53. Minute von Henschel wegen Schiedsrichter-Beleidigung des Feldes verwiesen worden. Der Spieler beziehungsweise der Verein haben dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Hinrunde für Manno beendet

Nach überstandener Operation wird Stürmer Gaetano Manno dem Zweitligisten VfL Osnabrück frühestens mit Beginn der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen.

Der 26-Jährige hatte sich im Heimspiel gegen den FC Augsburg am 2. November (1:1) einen Syndesmoseriss zugezogen.

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