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Die frühe Führung: Srdjan Lakic (r.) drückt den Ball mit der Schulter über die Linie © getty

Beim Einstand von Juri Schlünz geht Hansa in der Pfalz unter. Der FCK wahrt seine Heimserie und klettert auf Platz zwei.

Kaiserslautern - Mit einem Schützenfest hat der 1. FC Kaiserslautern den Einstand von Juri Schlünz als Interimstrainer von Hansa Rostock gründlich verdorben und die Krise beim Bundesliga-Absteiger drastisch verschärft.

Die Rostocker, deren Coach Frank Pagelsdorf vor einer Woche wegen der sportlichen Talfahrt entlassen wurde, gingen am 13. Spieltag der 2. Liga 0:6 (0: 2) bei den "Roten Teufeln" unter und sind somit seit fünf Partien sieglos.

Srdjan Lakic (8., 45.+1), Josh Simpson (69., 76.) und Erik Jendrisek (54./83.) trafen jeweils doppelt für die Pfälzer, die wieder auf den zweiten Tabellenplatz kletterten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Neben der Pleite mussten die Rostocker auch einen Platzverweis für Außenverteidiger Heath Pearce verkraften, der in der 64. Minute nach einer Notbremse an Sidney Sam von Schiedsrichter Deniz Aytekin in die Kabine geschickt wurde. Zudem scheiterte Enrico Kern mit einem Foulelfmeter an FCK-Torwart Luis Robles (72.).

Sasic zufrieden, Schlünz bedient

"Wir waren im Abschluss konsequent und effektiv, das hat uns in den letzten Spielen gefehlt", freute sich FCK-Trainer Milan Sasic über die Leistung seiner Mannschaft, warnte sein Team zugleich aber auch: "Ich bin abergläubig. Alle Mannschaften, die bisher hoch gewonnen haben, hatten im nächsten Spiel große Probleme. Das muss uns eine Lehre sein."

Schlünz war nach dem desaströsen Auftritt seiner Elf restlos bedient. "Nach der Roten Karte ist die Mannschaft auseinandergebrochen. Da müssen sich vor allem die erfahrenen Spieler mal an die eigene Nase fassen und sich überlegen mit welchem Anspruch sie in dieses Spiel gegangen sind", analysierte er.

Wieder 0:6 mit Schlünz

Für Rostock war es die höchste Niederlage seit einem 0:6 in der Bundesliga gegen den Hamburger SV am 14. November 2004 - damals wurde Schlünz anschließend als Cheftrainer entlassen. Kaiserslautern feierte den höchsten Sieg seit dem 18. Mai 1997 (7:0 gegen den VfB Lübeck).

27.199 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen nach der frühen Führung der Platzherren durch Lakic eine zerfahrene erste Hälfte. Beide Teams agierten überaus schwach. Dennoch konnte sich der FCK aufgrund des achten Saisontores von Lakic (Spielerporträt) über eine komfortable Pausenführung freuen.

Doppelschlag von Simpson

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste zunächst deutlich bemühter als im ersten Durchgang. Den Treffer markierte allerdings der Slowake Jendrisek (Spielerporträt) , der zum sechsten Mal in der laufenden Spielzeit traf.

Der lange Zeit verletzte Simpson (Spielerporträt) traf kurze Zeit später, bevor Kern, der von Robles gefoult wurde, aus elf Metern versagte. Dann war erneut Simpson an der Reihe.

Beste Spieler auf Seiten der entfesselt aufspielenden Platzherren waren Lakic und Jendrisek. Bei den Norddeutschen überzeugte lediglich Torhüter Hahnel.

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