vergrößernverkleinern
Holger Stanislawski (r.) und sein Co-Trainer Andre Trulsen erwarten ein "ekliges Spiel" © getty

Die Spaßtruppe des FC St. Pauli empfängt Sensationsaufsteiger Rot-Weiss Ahlen. Für beide Seiten kein Grund zum Feiern.

Von Julian Ignatowitsch

München - Zu Beginn der Saison wurden der FC St. Pauli und Rot-Weiss Ahlen noch als Abstiegskandidaten gehandelt.

Vor dem 14. Spieltag und dem direkten Aufeinandertreffen der beiden Klubs ist das Bild jedoch ein ganz anderes: Beide Teams haben sich im oberen Drittel der Tabelle festgesetzt und schnuppern an die Aufstiegsplätze heran.

Während Ahlen nach dem 1:0-Sieg in Duisburg schon an diesem Spieltag den Sprung auf Platz drei schaffen könnte, ist St. Pauli nach der 0:2-Pleite in Freiburg (zum Spielbericht) "aber wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen angekommen", wie es Verteidiger Marcel Eger formulierte.

"Wir waren schlecht, richtig schlecht", kritisierte St.-Pauli-Trainer Holger Stanislwaski in Hinblick auf die jüngste Niederlage und fordert gegen Ahlen (Fr., ab 17.45 LIVE) eine Leistung wie in den drei Spielen zuvor, die man allesamt gewonnen hatte. "Wir haben Qualitäten und sind in der Pflicht, Ahlen zu schlagen."

Heim- gegen auswärtsstark

Zu Hause sind die Hanseaten in dieser Saison noch unbesiegt. Doch mit Ahlen kommt die zweitbeste Auswärtsmannschaft nach Hamburg.

"Sie stehen hinten richtig gut und kontert nach vorn extrem gefährlich", warnt Stanislawski.

Oberhausen, Wehen, Aachen und Duisburg fielen der Taktik bereits zum Opfer. Torjäger Lars Toborg erzielte fünf seiner sieben Saisontore in der Fremde.

Stanislawski: "Ekliges Spiel"

Wer am Freitag punktet, ist auf dem besten Weg längerfristig im Aufstiegskampf mitzumischen.

Ein Fußball-Fest erwartet Stanislawski aber nicht und kündigt stattdessen "ein ekliges Spiel" an.

Sport1.de hat die Fakten zu den weiteren Freitagsspielen der Zweiten Liga.

1860 München ? FC Augsburg

In der Allianz Arena fühlt sich der FC Augsburg fast schon heimisch. Zweimal reisten die Schwaben gefolgt von zahlreichen Fans nach München-Fröttmaning, zweimal siegten sie dort mit 3:0.

Auch diesmal spricht Trainer Holger Fach vom "Spiel des Jahres" und will die positive Serie - der FCA hat seit fünf Spielen nicht mehr verloren - in doppelter Hinsicht fortsetzen.

Ganze sechs Spiele war 1860 München zuletzt ungeschlagen, bevor es eine überraschende 0:1-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen setzte. "Jetzt steht die Mannschaft vor so einer großen Kulisse in der Pflicht", meint Coach Marco Kurz: "Eine gewisse Brisanz ist nicht zu leugnen."

Fraglich ist der Einsatz von Mathieu Beda (Schulterverletzung), Julian Baumgartlinger (Rückenprobleme) und Manuel Schäffler (Magen-/Darminfektion).

VfL Osnabrück ? SV Wehen Wiesbaden

Zum Kellerduell kommt es in Osnabrück: Der VfL hat als 14. der Tabelle nur zwei Punkte mehr als der 16. SV Wehen Wiesbaden.

"Bei uns geht es um den Klassenerhalt", stellt Kapitän Thomas Cichon klar und fügt an: "Das gilt übrigens auch für Wehen Wiesbaden." Einen Dreier könnten die Osnabrücker nach vier sieglosen Spielen mal wieder dringend gebrauchen.

Doch der Gegner zeigte sich nach völlig verkorkstem Saisonstart zuletzt in guter Form. Am vergangenen Spieltag besiegte der SVWW den 1. FC Kaiserslautern mit 4:2 und ist damit seit drei Spielen ungeschlagen.

"Die Stimmung ist gut. Nun kommen die Mannschaften, mit denen wir auf Augenhöhe sind. Wir wollen etwas Zählbares aus Osnabrück mitnehmen", formuliert Trainer Christian Hock die Zielsetzung.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel