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Gabor Kiraly (r.) hütet seit 2009 das Tor bei 1860 München © imago

Ein Fehler des Keepers bringt dezimierte Löwen auf die Verliererstraße. Bochum siegt weiter, muss aber lange auf Freier verzichten.

München - Der VfL Bochum hat seine Siegesserie beim Rückrundenstart der Zweiten Liga fortgesetzt und darf wieder vom Comeback im Fußball-Oberhaus träumen.

Mit dem 3:1 (1:0) bei 1860 München feierte die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel den fünften Dreier in Folge, womit sie zumindest bis Sonntagnachmittag nach Punkten mit dem derzeitigen Tabellendritten gleichzog. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zlatko Dedic hatte den VfL mit einem umstrittenen Foulelfmeter in der 45. Minute gegen die wirtschaftlich gebeutelten "Löwen", die den Lizenzentzug unter der Woche im letzten Moment verhindern konnten, in Führung geschossen.

Bülow sieht rot

Zuvor hatte Kai Bülow den Bochumer Matthias Ostrzolek wenige Meter vor dem Tor mit einem Rempler zu Fall gebracht und deshalb wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen.

"Nach einem Pass von Zlatko Dedic in den Sechzehner habe ich einen Kontakt gespürt und bin deshalb zu Fall gekommen. Für mich war es ein klarer Elfmeter", beschrieb VfL-Youngster Ostrzolek unmittelbar nach Spielschluss die Situation.

Maurer muss auf die Tribüne

"Die Entscheidung ist durch den Elfmeter und Platzverweis gefallen. Der zweite Treffer, ein nicht unhaltbarer Ball, hat uns endgültig auf die Verliererstraße gebracht. Aufgrund der kämpferischen Leistung hätten wir jedoch einen Punkt vedient gehabt", sagte Münchens Trainer Reiner Maurer, den der Referee nach der Elfmeterszene auf die Tribüne geschickt hatte, weil er angeblich auf den Platz gelaufen war.

Nach dem Ausgleich durch Benjamin Lauth (72.), machten Mirkan Aydin (78.) und Christoph Dabrowski (83.) den Bochumer Sieg endgültig perfekt.

In einem über weite Strecken umkämpften Spiel sahen 16.150 Zuschauer zunächst zwei Mannschaften auf Augenhöhe.

Bochum erst in Überzahl zwingender

Bochum agierte aus einer gut organisierten Offensive und erspielte sich die besseren Chancen. Erst nach dem Wechsel gegen einen Gegner in Unterzahl übernahm der VfL endgültig das Regiment auf dem Rasen und kam zu weiteren Chancen, um das Resulat vorzeitig zu erhöhen.

Wie aus heiterem Himmel gelang Lauth der Ausgleich, indem er eine der wenigen Lücken in der Bochumer Abwehr nutzte.

Doch nach einem anfängerhaften Patzer von Münchens Torhüter Kiraly erzielte Aydin schließlich die vorentscheidende Führung für den VfL.

Sechs Wochen Pause für Freier

Den Sieg mussten die Gäste mit der Verletzung von Paul Freier, der nach einem Foul von 1860-Akteur Daniel Bierofka in der 22. Minute ausgewechselt werden musste, allerdings teuer bezahlen:

Wie VfL-Mannschaftsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer SPORT1 bestätigte, zog sich der Mittelfeldspieler einen Innenbandriss im Kniegelenk zu und fällt mindestens sechs Wochen aus.

"Es ist keine Sache, die in zwei bis drei Wochen erledigt ist", hatte Sportdirektor Thomas Ernst bereits unmittelbar nach dem Spiel eine Vorahnung.

Daniel Bierofka und Lauth waren die besten Akteure der Gastgeber. Bei den Bochumern ragten Dedic und der erstmals in dieser Saison für den VfL aufgelaufene Mimoun Azaouagh heraus.

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