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Kaka wechselte im Sommer 2008 aus Portugal zu Hertha BSC © imago

Hertha BSC möchte mit einem Sieg gegen Oberhausen Platz 2 zurückerobern. Ein fast Vergessener soll die Defensive stabilisieren.

Von Isabel Meixner

München - Das Saisonziel ist klar: Hertha BSC Berlin will direkt zurück in die Bundesliga aufsteigen.

Dafür soll im ersten Rückrundenspiel in Oberhausen (ab 19.45 live im TV auf SPORT1 und ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) der Grundstein gelegt werden.

"Wir müssen hochkonzentriert unsere Leistung abrufen, dann gewinnen wir", schwört Trainer Markus Babbel sein Mannen ein.

Mit einem Sieg möchte die Hertha eine ähnliche Serie starten wie in der Hinrunde, als die Mannschaft nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Rot-Weiß Oberhausen bis zum 10. Spieltag ungeschlagen blieb.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Druck durch die Konkurrenz

Eine Schwächephase wie im Anschluss, als die Berliner vier von fünf Spielen verloren, soll es nicht mehr geben.

"Wir müssen darauf achten, dass eine solche Serie von Niederlagen nicht wieder vorkommt", nimmt Manager Michael Preetz die Mannschaft in die Pflicht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Babbel zeigte sich nach einem erfolgreichen Trainingslager optimistisch: "Die Spieler sind körperlich in einer sehr guten Verfassung. Ich kann jeden bringen, alle bieten sich im Training an."

Ein Sieg muss für die finanziell angeschlagene Hertha her, vor allem, weil die Konkurrenten Augsburg und Duisburg ihre Spiele gewannen und die Berliner nur noch auf dem Relegationsplatz liegen.

"Das wir ein kampfbetontes Spiel"

Auf den ersten Blick scheint die Angelegenheit zwischen Hertha und Oberhausen klar: Berlin stellt mit 13 Gegentoren die beste Abwehr der Zweiten Liga. Die Defensive von Rot-Weiß Oberhausen dagegen ließ 34 Treffer zu, die Mannschaft überwinterte auf Platz 15.

Dennoch warnt Babbel, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: "Die Oberhausener müssen gewinnen, um die Negativserie zu beenden. Der Boden ist tief, das wird ein kampfbetontes Spiel."

Kaka vor Comeback

Der Trainer muss im Vergleich zum Augsburg-Spiel die Abwehrkette komplett umbauen: Fabian Lustenberger und Christoph Janker fallen aus, Andre Mijatovic ist mit Rot und Roman Hubnik mit Gelb-Rot gesperrt.

Ausgerechnet Kaka, der sein letztes Spiel für Hertha vor über einem Jahr absolvierte, soll mit Innenverteidiger Sebastian Neumann die Offensive der Oberhausener stoppen. Sein Trainer glaubt an ihn: "Kaka hat sich immer reingehauen, es war immer Verlass auf ihn. Deshalb bin ich froh, dass er mal wieder die Chance bekommt."

Peter Niemayer und Ronny sind angeschlagen, sollen aber spielen.

Oberhausen mit Verletzungssorgen

Verletzungssorgen plagen auch Gegner Rot-Weiß Oberhausen, Trainer Hans-Günter Bruns muss auf sechs Spieler verzichten.

Dafür kehren die langzeitverletzten Defensivspieler Dimitrios Pappas und Tim Kruse in die Mannschaft zurück. Mit dabei ist Top-Torjäger Moses Lamidi, der im Hinspiel beide Tore gegen Berlin schoss.

"Wir wollen so schnell so viele Punkte wie möglich holen, um den Klassenerhalt frühzeitig perfekt zu machen", gibt er die Richtung vor.

Gute Chance im Abstiegskampf

Nachdem der KSC nur unentschieden gespielt und Ingolstadt verloren hat, bietet das Spiel gegen Berlin den Oberhausenern die Chance, sich ein bisschen Luft im Kampf gegen den Abstieg zu verschaffen.

Und die Herthaner auf ihrem Mission Wiederaufstieg ins Straucheln zu bringen.

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