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Michael Oenning war zuvor beim VfL Bochum als U-21-Trainer tätig © getty

Nürnberg darf sich gegen den FC Ingolstadt keinen Ausrutscher mehr erlauben. Duisburg geht mit Interimstrainer ins Rennen.

Von Thorsten Deppe

Wer hätte vor der Saison gedacht, dass der Erstligaabsteiger 1. FC Nürnberg nach dem 12. Spieltag auf Platz 13 wiederzufinden ist. Zumal viele den Kader der Franken für einen der Besten in der zweiten Liga halten.

Der Aufsteiger FC Ingolstadt hingegen spielt munter mit im Mittelfeld und ärgert hier und da einen Großen.

Aus den letzten beiden Spielen holten die "Schanzer" sechs Punkte bei 7:0 Toren. Und dass gegen den SC Freiburg und beim Ligaspitzenreiter Mainz 05.

Deshalb erwartet Nürnbergs Trainer Michael Oenning im bayerischen Derby (So., ab 13.45 Uhr LIVE) "eine spielstarke Mannschaft, die in dieser Saison schon einige Höhen und Tiefen mitgemacht hat."

Nürnberg hat Respekt

Obwohl der "Club" bisher noch keinen Auswärtserfolg verbuchen kann, gibt sich Oenning kämpferisch: "Wir fahren nach Ingolstadt, um etwas Zählbares mitzunehmen."

Die Franken brauchen unbedingt den ersten Auswärtssieg, zum einen um den sportlichen Ansprüchen zu folgen, aber auch um nach der Krise in der Führungsspitze mal wieder für Positiv-Schlagzeilen zu sorgen.

Allerdings muss Nürnberg in Ingolstadt gleich auf sieben verletzte Spieler verzichten.

Weit geringere Verletzungssorgen haben die "Schanzer". Es ist fraglich, ob die Fans im erstmals ausverkauften Tuja-Stadion ihren Stürmer Vratislav Lokvenc bewundern können, da den Tschechen derzeit Achillessehnen-Probleme plagen.

Doch Kapitän Stefan Leitl wird nach abgesessener Rotsperre wieder in den Kader zurückkehren.

Sport1.de fasst die Fakten der weiteren Sonntagsspiele zusammen.

Fürth - Duisburg

Nach seiner Beförderung steht Heiko Scholz nun vor seiner Premiere als Cheftrainer des MSV Duisburg. Mit nur 16 Punkten aus zwölf Spielen folgt für die "Zebras" die Bewährungsprobe bei den ebenfalls aufstiegsambitionierten Fürthern (zum Datencenter).

Nachdem die Greuther am 11. Spieltag lediglich remis spielten, verlieren die Franken langsam aber sicher den Kontakt zu den Aufstiegsrängen. Beide Teams sind unter Zugzwang.

Fürths Trainer Benno Möhlmann hat dafür ein ganz einfaches Rezept: "90 Minuten gute Leistung bringen und gewinnen."

Auf den neuen Trainer stellt er sich jedoch nicht gesondert ein. "Ein Wechsel auf der Trainerposition bringt oft neue Ansatzpunkte. Die werden wir am Sonntag sehen."

Koblenz - Mainz

Der Spitzenreiter aus Mainz reist am 13. Spieltag zu einer vermeintlich leichten Aufgabe zum Rheinland-Pfalz-Derby nach Koblenz.

Nach der Heimniederlage gegen Ingolstadt will der FSV unbedingt wieder Fahrt in Richtung Bundesliga aufnehmen, allerdings ist die TuS seit 18 Spielen ohne Heimniederlage.

Sollte der Heimnimbus gegen Mainz verloren gehen bleibt TuS-Trainer Uwe Rapolder trotzdem gelassen. "Wenn ich sage, dass wir in diesem Spiel nur gewinnen können, dann hat das nichts damit zu tun, dass ich den Druck von der Mannschaft nehmen will. Es ist ganz einfach die Wahrheit."

FSV Frankfurt - Freiburg

Der SC Freiburg hat in Frankfurt die Gelegenheit sich ganz oben festzusetzen. "Unser Ziel ist es, nach dem wichtigen Sieg gegen St. Pauli in Frankfurt gleich nachzulegen", forderte SC-Trainer Robin Dutt.

Dabei hat der Trainer der Breisgauer durchaus Respekt vor dem Tabellenschlusslicht aus Frankfurt: "Schon ein Blick auf die Spielernamen genügt ja, um die geballte Erfahrung des Gegners zu erfassen."

Der FSV steht gegen den Aufstiegsanwärter unter Druck. Ohne Sieg drohen die Hessen endgültig den Kontakt zum rettenden Ufer zu verlieren.

"Unentschieden ist nicht unsere Mentalität", gibt sich Frankfurts Teamchef Tomas Oral kämpferisch. "Wir können keinen Hurra-Fußball spielen, unsere Mannschaft braucht Stabilität."

Oberhausen - Aachen

Aachen hofft indes auf einen Ausrutscher des SC Freiburg. Mit drei Punkten bei Rot-Weiß Oberhausen würde die Alemannia kräftig an die Aufstiegsränge klopfen (zur Tabelle ).

"Zu null zu spielen, ist sicherlich eine Maßgabe für Sonntag", forderte Aachens Trainer Jürgen Seeberger. Allerdings gewann RWO die letzten drei Heimspiele und stoppte Auswärts die Siegesserie von 1860 München.

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