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Mainz-Coach Jörn Andersen will die Heimserie von Koblenz beenden © getty

Koblenz ist seit 18 Heimspielen ungeschlagen. Derby-Gegner Mainz will die bittere Niederlage der letzten Woche wiedergutmachen.

Koblenz - Die "närrischen Tage" wurden bereits am Dienstag eingeläutet.

Für die Zweitliga-Profis des selbsternannten Karnevalsvereins FSV Mainz 05 gab es in dieser Woche allerdings nichts zu lachen.

Doch mit der Wut über die 0:3-Heimpleite gegen Aufsteiger FC Ingolstadt 04 im Bauch will der Spitzenreiter am Sonntag (ab 13.45 Uhr LIVE) die Festung Oberwerth stürmen, in der der Tabellenvorletzte TuS Koblenz seit 7. Oktober 2007 (0:5 gegen Borussia Mönchengladbach) nicht mehr verloren hat.

"Das muss uns eigentlich reizen. Wir werden die richtige Antwort auf unsere Niederlage geben, denn wir wollen uns bis zur Winterpause noch ein Punktepolster schaffen", kündigte der Mainzer Trainer Jörn Andersen eine Wiedergutmachung gegen die seit 18 Heimspielen ungeschlagenen Koblenzer an.

Andersen erwartet Reaktion

Seine Enttäuschung über die erste Heimpleite der Saison konnte der Norweger aber auch Tage danach nicht verbergen.

Andersen: "Wir haben gegen Ingolstadt alles vermissen lassen, was uns bisher ausgezeichnet hat: Zweikampfhärte, Entschlossenheit, Tempo-Fußball. Ich erwarte jetzt eine entsprechende Reaktion von der Mannschaft. Jeder weiß, was er verbockt hat."

FCK als warnendes Beispiel

Die "Nullfünfer", die mit 24 Punkten nur einen einzigen Zähler Vorsprung vor Verfolger 1. FC Kaiserslautern haben, dürften jedoch gewarnt sein. (Die Tabelle )

Auch die "Roten Teufel" kamen als Spitzenreiter am 5. Oktober am "Deutschen Eck" mit 0:5 böse unter die Räder.

Personell kann der einstige Bundesliga-Torschützenkönig Andersen ("Wir sind gut, aber noch nicht gut genug") nicht aus dem Vollen schöpfen.

Amri fällt aus

Definitiv bis zur Winterpause wird der Algerier Chadli Amri fehlen. Der torgefährliche Mittelfeldspieler fällt nach einer Fuß-Operation bis auf Weiteres aus.

Ähnliche Probleme haben die Koblenzer, denen nach nur zwei Punkten aus den letzten vier Spielen und dem Abrutschen auf Abstiegsrang 17 weiteres Ungemach droht.

"Ich muss die Startformation von Spiel zu Spiel umbauen, die Liste unserer verletzten Spieler wird nicht kürzer", klagte TuS-Trainer Uwe Rapolder, den vor allem die permanente Auswärtsschwäche seiner Elf mächtig nervt.

Erst ein Punkt in der Fremde

Erst einen Punkt (0:0 bei Aufsteiger FSV Frankfurt) brachte sein Klub in dieser Runde mit nach Hause. Die mit der Hypothek eines Drei-Punkte-Abzuges wegen Lizenz-Vergehen in die Saison gestarteten Koblenzer versuchen derzeit, den Kader punktuell zu verschlanken.

Ungeachtet der Verletztenmisere. Erster Kandidat für einen Wechsel ist Marko Lomic. Der Linksverteidiger wird mit dem russischen Erstligisten Saturn Ramonskoje in Verbindung gebracht.

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