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Pierre-Michel Lasogga erzielte mit dem 3:2 sein sechstes Saisontor © getty

Die Babbel-Elf besiegt die Fortuna und nutzt die Patzer der Konkurrenz. Joker Domovchiyski sorgt für erhitze Gemüter.

Berlin - Pierre-Michel Lasogga hat Hertha BSC Berlin den Weg zurück an die Tabellenspitze der Zweiten Liga geebnet.

Der 19-Jährige, schon zuletzt beim Sieg in Oberhausen mit seinen zwei Toren der Matchwinner, erzielte beim 4:2 (1:1)-Erfolg über Fortuna Düsseldorf den letztlich entscheidenden dritten Treffer.

Den Schlusspunkt vor 36.162 Zuschauern gegen nur zehn Düsseldorfer setzte Adrian Ramos mit seinem zweiten Tor (90.+4) (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Gleichwertiger Gegner

Die Gäste aus Düsseldorf waren ein gleichwertiger Gegner und hatten durch die Tore von Andreas Lambertz (21. und 68.) lange auf wenigstens einen Punkt hoffen dürfen.

Ramos hatte für die Hertha ausgeglichen (29.), Nikita Rukavytsya brachte die Berliner erstmals in Führung (51.).

Die Düsseldorfer mussten das Spiel mit nur zehn Mann beendet: Doppel-Torschütze Lambertz sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (84.).

Domovchiyski erhitzt die Gemüter

Es war womöglich Frust im Spiel, denn kurz zuvor war Lambertz mit zwei Aktionen am Rande der Tätlichkeit erwischt worden.

Erst war ihm der eingewechselte Berliner Valeri Domovchiyski mit dem Stollen aufs Bein getreten, dann hatte er ihn mit dem Ellbogen im Auge getroffen. Beide Aktionen wurden nicht geahndet, was Lambertz sichtlich fuchste.

Hertha-Coach Markus Babbel verwahrte sich jedoch gegen Absichts-Unterstellungen: "Das ist absoluter Schwachsinn: Domo ist ein feiner Kerl, so etwas macht er nicht mit Absicht."

Babbels Gegenüber Norbert Meier wies auf die Gefährlichkeit beider Aktionen hin, wollte sich daran aber "nicht aufhalten": "Ich glaube noch an das Gute im Menschen und dass keiner seine Kollegen mit so etwas verletzen will."

"Bis zum Schluss gezittert"

"Wir hätten das Spiel frühzeitig entscheiden können, doch wir haben einfach zuviele gute Chancen nicht genutzt", meinte Babbel zum Spiel: "Die Fortuna hat uns alles abverlangt, wir haben bis zum Schluss gezittert."

Meier wollte keine öffentliche Kritik an seinem Team üben: "Wir haben uns nicht versteckt und dagegengehalten. Schade, wir waren drauf und dran, hier etwas mitzunehmen."

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