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Chong Tese (2. von rechts) erzielte gegen Erzgebirge Aue sein neuntes Saisontor. © getty

Bochum ist nach dem Sieg gegen Aue zurück im Aufstiegsrennen. Die Erfolgsserie ist vor allem mit zwei Rückkehrern verbunden.

Bochum - Als Chong Tese und Giovanni Federico mit ihren späten Treffern den 2:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue unter Dach und Fach brachten, gab es in Bochum kein Halten mehr.

Nach dem sechsten Sieg in Folge im Verfolgerduell gegen den Überraschungs-Aufsteiger aus Sachsen befinden sich die Serientäter des VfL in der Zwweiten Liga auf der Überholspur.

"Ich habe immer daran geglaubt. Aue war nach vorne sehr harmlos. Meine Mannschaft hat nie aufgesteckt", meinte Bochum-Coach Friedhelm Funkel bei SPORT1.

"Auch wenn der Sieg aufgrund des Zeitpunktes glücklich ist, so ist er insgesamt vom Spielverlauf her verdient."

Funkel beweist goldenes Händchen

Ein perfektes Comeback gelang dabei Chong Tese, der seinen ersten Auftritt als Joker nach dem Aus mit Nordkorea beim Asien-Cup als Therapiemaßnahme nutzte.

"Ich habe nach unserem Ausscheiden sehr gelitten und wollte es natürlich heute viel besser machen", sagte Chong Tese, der vor 11.785 Zuschauern in der 89. Minute das Führungstor erzielte.

"Zufrieden bin ich allerdings damit noch nicht, denn ich will noch mehr Tore für den VfL schießen", ergänzte der Asiate.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Federico ist wieder da"

Damit scheint nun auch "Sorgenkind" Giovanni Federico anzufangen.

In dem bislang zumeist glücklosen Offensivspieler stach auch Funkels zweiter Joker, der in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Saisontor für die Entscheidung sorgte.

"Seine Körpersprache war bereits in München eine ganz andere, als er Slavo Freier ersetzt hat. Er ist wieder da", so der Coach gegenüber SPORT1.

"Jetzt habe ich auch die Möglichkeit, starke Spieler von der Bank zu bringen, das hatte ich in der Hinrunde nicht."

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Auch Azaouagh überzeugt

Der VfL belohnte sich gegen defensiv eingestellte Gäste selbst für eine engagierte Leistung.

Dreh- und Angelpunkt des Bochumer Spiels war jedoch einer, der im Sommer eigentlich schon auf dem Abstellgleis stand.

Mimoun Azaouagh, in der Winterpause von Funkel begnadigt, zog im Mittelfeld die Fäden.

"Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir wenige Chancen zugelassen haben, uns aber selber viele erarbeitet haben und somit in der Schlussphase für unser Engagement belohnt worden sind", erklärte er.

Pleite in Ingolstadt als Wendepunkt

Die Bochumer kamen gegen Aue spät, aber gewaltig.

Ein Spiegelbild der Saison, die noch im November verkorkst schien für die einstmals "Unabsteigbaren."

Der sechste direkte Wiederaufstieg war das erklärte Ziel vor der Saison, doch nach einem peinlichen 1:4 gegen den Aufsteiger FC Ingolstadt am 13. Spieltag schien die Aufgabe eine unlösbare.

Mit breiter Brust nach Augsburg

Mit 16 Punkten rangierte der VfL auf Platz zwölf fernab der Aufstiegsplätze.

Doch sechs Siege in Folge später ist das Funkel-Team als Sechster punktgleich mit dem Dritten MSV Duisburg und somit endgültig zurück im Geschäft.

Und kann mit breiter Brust zum nächsten Spitzenspiel beim Tabellenzweiten FC Augsburg (Mo. ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) reisen.

Aue-Coach sieht Stärken und Schwächen

Aues Trainer Rico Schmitt haderte mit den späten Gegentreffern und bemühte eine alte Fußballer-Weisheit.

"Ein Spiel hat immer 90 Minuten, das haben wir heute zu spüren bekommen", sagte er, ergänzte aber bei SPORT1:

"Trotz der Niederlage sehe ich unser Spiel positiv. Trotz der Bochumer Spielstärke haben wir relativ wenig zugelassen."

Sein Gegenüber Funkel war "hochzufrieden mit dem Spiel und der Leistung meiner Mannschaft. Das gibt uns Selbstvertrauen."

An die kommende Aufgabe beim Aufstiegskonkurrenten wolle er aber noch nicht denken.

Luthe: "Schaue nicht auf Tabelle"

Torhüter Andreas Luthe hielt sich mit Lobeshymnen ebenfalls zunächst zurück.

"Bislang schaue ich noch nicht auf die Tabelle - eine Prognose können wir erst nach der Partie gegen Augsburg abgeben."

Die Serientäter bleiben bescheiden.

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