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Der VfL Bochum feiert beim FC Augsburg den siebten Sieg in Serie © getty

Mit einem späten Treffer entscheidet der Bochumer das Spiel beim FCA. Bis zum Tor neutralisieren sich beiden Teams gegenseitig.

Augsburg - Der VfL Bochum hat seine beeindruckende Aufholjagd in der Zweiten Liga fortgesetzt und nach dem siebten Sieg in Folge den Relegationsplatz erobert.

Die Westfalen gewannen zum Abschluss des 20. Spieltags nach einer taktisch disziplinierten Leistung das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten FC Augsburg mit 1:0 (0:0) und zogen nach Punkten mit den Schwaben gleich. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die erste Augsburger Niederlage nach elf Spielen besiegelte Giovanni Federico mit seinem dritten Saisontreffer in der 84. Minute.

Bochum: Vereinsrekord egalisiert

Für die Bochumer bedeutet der siebte Sieg in Folge die Egalisierung des Vereinsrekords aus der Saison 2001/2002.

"Das habe ich in meiner langen Trainerkarriere auch noch nicht erlebt", sagte VfL-Trainer Friedhelm Funkel zu SPORT1 stolz.

FCA-Coach Jos Luhukay gab nach der Partie auch dem schlechten Rasen eine Teilschuld: "Der Sieg der Bochumer ist glücklich. Für eine Mannschaft wie uns, die über das Fußballerische kommt, war es heute extrem schwer. Besonders gegen so eine tiefstehende Mannschaft."

Viel taktisches Geplänkel

15.483 Zuschauer sahen bei Temperaturen von minus fünf Grad auf dem schwer bespielbaren Rasen ein zerfahrenes Spiel, das in erster Linie von taktischer Disziplin geprägt war.

Beide Teams wollten offensichtlich nicht zu viel riskieren, vor allem die Gäste agierten aus einer kompakten Defensive und wagten sich nur selten energisch nach vorne.

Kurz vor der Pause schienen die Schwaben aufzudrehen und kamen auch zumindest einige Male in die Nähe des Bochumer Tores, nach dem Wechsel war der Elan jedoch wieder wie verflogen.

Federico hellwach und eiskalt

Der VfL kam erst in der 63. Minute durch einen Schrägschuss von Chong Tese aus zehn Metern zur ersten nennenswerten Torgelegenheit. Die zweite nutzte Federico nach einer schönen Vorlage des eingewechselten Aydin kurz vor Schluss eiskalt.

"Es war heute Kampf pur. Das Tor war auch ein stückweit Glück. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir mit einem Punkt nach Hause gefahren wären, aber so ist es natürlich schöner.", sagte der Torschütze nach der Partie zu SPORT1.

Maltritz im Glück

Während beim FCA der junge Moritz Leitner und Gibril Sankoh den besten Eindruck hinterließen, gefielen bei den Gästen vor allem die Routiniers Christoph Dabrowski und Marcel Maltritz als Organisatoren der sicheren Defensive.

Maltritz hatte nach einer Tätlichkeit an Leitner allerdings Glück, dass er nicht die Rote Karte sah.

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