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Patrick Milchraum und Erzgebrirge Aue gewannen nur eine der letzten sechs Partien © imago

Erzgebirge Aue will im Nachholspiel gegen Frankfurt zurück in die Spur. Auch der FSV will Wiedergutmachung für die Düsseldorf-Pleite.

Von Benjamin Bauer und Jakob Gajdzik

München - Kleine Rückblende in den Dezember:

Als am 17. Spieltag der Zweiten Liga die Partie zwischen Erzgebirge Aue und dem FSV Frankfurt abgesagt wird, wird dem Aufsteiger aus Sachsen die Chance auf den Titel des Herbstmeisters genommen.

Mit einem Sieg wäre das Team von Trainer Rico Schmitt von Platz vier auf eins gesprungen.

Stattdessen musste Erzgebirge tatenlos zusehen, wie sich der FC Augsburg mit einem Remis gegen Hertha BSC die Weihnachtsmeisterschaft sicherte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Rückwirkend könnten sich die "Veilchen" mit einem Sieg in der Nachholpartie gegen Frankfurt (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER) nun doch noch in der Tabelle nach der Hinrunde auf den ersten Platz schieben.

Nur ein Sieg in sechs Partien

Doch Trainer Rico Schmitt hat andere Sorgen:

Seit der Spielabsage hat es einen Bruch gegeben - nur ein Sieg sprang beim Aufsteiger in den vergangenen sechs Spielen heraus.

Zudem riss am Freitag beim 0:1 gegen den VfL Osnabrück die imposante Serie von 24 Ligaspielen ohne Heimniederlage.

"Das ist gedanklich gesehen ein Bonus-Spiel, weil außer uns kein anderer spielt", sieht Schmitt in der Partie die schnelle Möglichkeit, sich die verlorenen Punkte nach der Pleite gegen Osnabrück zurückzuholen.

Der Übungsleiter geht mit Respekt vor dem Gegner in die Partie, obwohl dieser zuletzt ein Debakel hinnehmen musste:

"Der FSV Frankfurt ist eine offensivstarke Mannschaft, dennoch haben wir alle Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Trotz des 0:6 in Düsseldorf ist der FSV ein gutes Team."

Bis auf Schröder alle fit

Bis auf Oliver Schröder, der mit einer Fußverletzung weiterhin ausfällt, sind alle Mann im Erzgebirge mit an Bord.

Innenverteidiger Adil Lachheb kehrt nach seiner Gelbsperre wieder in die Mannschaft zurück.

Schmitt will aus dieser entspannten Personallage "mit klugem Blick" die ersten Elf für das Spiel gegen die Hessen auswählen.

Zudem gibt es zwei neue Personalien in Aue. Mittelfeldspieler Marcel Hiemer hat den Verein mit unbekanntem Ziel verlassen.

Seinen Platz nimmt der 20 Jahre alte Stürmer Kevin Stephan ein, der von der zweiten Mannschaft von Hertha BSC Berlin kommt.

FSV will Wiedergutmachung

Die Frankfurter wollen vor allem Wiedergutmachung betreiben.

Nach einem starken Zwischenspurt mit nur einer Niederlage in sieben Partien, setzte es in Düsseldorf eine herbe Schlappe.

"Es gibt Sahnetage und welche, die weniger schön und angenehm sind", kommentierte Trainer Hans-Jürgen Boysen das Spiel.

"Ich hoffe, dass wir die klare Niederlage vergessen machen und nicht umsonst nach Aue fahren", meint der Coach.

Mannschaft streicht freien Tag

Seine Mannschaft schien diesen Schuss vor den Bug ebenfalls verstanden zu haben und forderte den Trainer von sich aus auf, den ursprünglich trainingsfreien Sonntag zu streichen.

Der 53-Jährige erfüllte der Mannschaft ihren Wunsch.

Mit einem Sieg in Aue würden die Frankfurter die Sachsen in der Tabelle sogar überholen. Den Gegner beschreibt Boysen als "diszipliniert, sehr kampf- und laufstark".

Müller fraglich

Fraglich beim FSV ist Christian Müller, der in Düsseldorf einen Schlag aufs Wadenbeinköpfchen abbekommen hat.

Zur Sicherheit wird mit Stefan Hickl ein zusätzlicher Spieler die Reise ins Erzgebirge mit antreten.

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