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Aues Stürmer Enrico Kern (r.) erzielte gegen den FSV Frankfurt sein drittes Saisontor © getty

Aufsteiger Aue siegt verdient gegen Frankfurt und wird verspätet Herbstmeister. Beim FSV patzt Kapitän Schlicke doppelt.

Aue - Aufsteiger Erzgebirge Aue hat sich nachträglich die Herbstmeisterschaft in der Zweiten Liga gesichert.

Die Sachsen gewannen das Nachholspiel vom letzten Hinrundenspieltag gegen den FSV Frankfurt mit 3:1 (1:0) und entrissen dem FC Augsburg mit sechs Wochen Verspätung noch den inoffiziellen Titel des Hinrundenmeisters.

Zuletzt hatte 1998 der SSV Ulm als Aufsteiger die Herbstmeisterschaft in der zweiten Liga gewonnen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Da seitdem schon wieder drei Spieltage absolviert sind, belegt Aue in der aktuellen Tabelle als Vierter nicht einmal einen Aufstiegsplatz, ist aber punktgleich mit dem Zweiten Augsburg.

Curri macht den Deckel drauf

Frankfurt beendet die ebenfalls überraschend gute Vorrunde nachträglich als Siebter und belegt aktuell Rang acht mit fünf Zählern Rückstand auf Aue.

Die Tore für Erzgebirge erzielten Enrico Kern (41.), Tobias Kempe (68.) und Skerdilaid Curri (89.), den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Jürgen Gjasula hergestellt (65.)

Boysen: "Katstrophale Abwehfehler"

FSV-Trainer Boysen zeigte sich nach der Partie enttäuscht: "Ich denke wir waren in der zweiten Halbzeit ein ebenbürtiger Gegner und hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir haben jedoch katastrophale Abwehrfehler gemacht."

Der Trainer der Gastgeber Rico Schmitt beziechnete die verspätete Herbstmeisterschaft als "sensationell."

"Haben das Glück gezwungen"

"Es war gegen starke Frankfurter heute ein hartes Stück Arbeit. Aber wir haben heute das Glück gezwungen," so Aue-Trainer.

Aues Präsident Bernd Keller, zeigte sich trotz der Statistik, nach der die letzten sechs Herbstmeister alle am Saisonende in die Bundesliga aufstiegen, bescheiden.

"Jeder hat Visionen, aber wir bleiben auf dem Teppich und wollen uns erst einmal etablieren", sagte er: "Wenn wir erst mal 42 Punkte auf dem Konto haben, können wir über alles reden."

Pechvogel Schlicke

7150 Zuschauer sahen auf schwer bespielbarem Rasen eine mäßige Partie, in der Aue aber die wesentlich engagiertere Mannschaft war. Pechvogel beim FSV war Routinier Björn Schlicke, der ersten beide Gegentore mit haarsträubenden Stellungsfehlern begünstigte.

Der Ausgleich des FSV war die einzige konstruktive Offensivaktion der Hessen.

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