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Der Slowene Goran Sukalo wechselte 2010 vom FC Augsburg zum MSV Duisburg © getty

Der MSV plant den Angriff auf die Spitzenränge - und verlegt dafür ein neues Spielfeld. Doch Aue hat "nichts zu verlieren".

Von Olaf Mehlhose

München - Ein roter Teppich wird nicht ausgerollt, aber dafür ein neuer Rasen.

Wenn der MSV Duisburg Erzgebirge Aue (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) zum Verfolger-Duell empfängt, kommen die Profis in den Genuss eines gerade neu verlegten Spielfelds.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach dem Pokalerfolg über Kaiserslautern wurde der nach dem Winter arg gebeutelte alte Untergrund gegen ein komplett neuen Rasen ausgetauscht.

"Dafür bedanken wir uns bei den Verantwortlichen. Sie tun alles, damit wir optimale Bedingungen vorfinden", sagte MSV-Trainer Milan Sasic.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

"Sie haben viel Qualität"

Auch Srdjan Baljak, der nach überstandener Wadenverletzung in den Kader der "Zebras" zurückkehrt, freut sich über die neue Spielfläche: "Wir alle haben gesehen, wie schwer es gegen Kaiserslautern war und wie viel Kraft das Spiel auf diesem Untergrund gekostet hat."

Der MSV-Kapitän glaubt allerdings nicht damit, dass das Aufeinandertreffen mit den Erzgebirglern auf der neuen Spielfläche zu einem Spaziergang wird.

"Dass Aue als Aufsteiger eine so tolle Hinrunde hin gelegt hat, ist kein Zufall. Sie haben viel Qualität", sagte Baljak.

Sasic sieht Parallelen

Sasic rechnet ebenfalls mit einem Treffen "zweier Teams auf Augenhöhe" und sieht einige Parallelen zwischen den beiden Teams.

"Wir gleichen uns in vielen Punkten: Das sind zwei Überraschungsmannschaften, beide weisen ganz starke Zweikampfquoten auf und sind bei Standards äußerst gefährlich", sagte der MSV-Coach.

Baljak setzt auf die Fans

Doch der MSV hat einen Sieg fest eingeplant. Zumal die Duisburger damit in der Tabelle an dem direkten Aufstiegskonkurrenten vorbeiziehen würden.

"Aue wird mindestens einen Punkt mitnehmen wollen. Aber wir wollen mit dieser Begeisterung in Duisburg im Rücken natürlich gewinnen. Die Fans werden uns dabei helfen", gibt Baljak die Marschrichtung vor.

Sollten die "Zebras" gegen Aue gewinnen, würde sich das Sasic-Team oben festsetzen - der Abstand auf Spitzenreiter Hertha BSC Berlin betrüge dann nur noch vier Punkte.

Aue will punkten

Doch der Herbstmeister wird die Punkte sicherlich nicht kampflos an der Wedau lassen. Für Trainer Rico Schmitt ist das Gastspiel in Duisburg nach zuletzt drei Auswärts-Niederlagen "eine große Herausforderung".

Schmitt sieht die Gastgeber in der Favoritenrolle - wenn auch nur hauchdünn: "Es ist ein 51:49-Spiel. Duisburg hat eine sehr spielstarke Mannschaft und steht nicht umsonst im Pokal-Halbfinale."

Der Trainer hofft aber, "dass wir auswärts endlich mal wieder ein Tor schießen und auch mal wieder punkten können. Wir haben in Duisburg nichts zu verlieren."

Dabei muss der Tabellen-Vierte allerdings auf Oliver Schröder (Sprunggelenksverletzung) und Pierre le Beau (Gelb-Sperre) verzichten.

Die Fakten zum 21. Spieltag:

SONNTAG:

(ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

VfL Bochum - Rot-Weiß Oberhausen:

Sieben Siege in Folge stehen auf dem Konto des VfL, dabei kassierten die Westfalen gerade einmal zwei Gegentore.

Ganz anders die Bilanz von RWO: Die "Kleeblätter" konnten keine der letzten sieben Ligapartien gewinnen (zwei Unentschieden, fünf Niederlagen).

Im direkten Vergleich mit den Bochumern sieht die Bilanz für Oberhausen dagegen deutlich besser aus. In den vergangenen drei Aufeinandertreffen gab es zwei Siege und ein Unentschieden.

Hinrunde: 1:3

MSV Duisburg - Erzgebirge Aue:

Der MSV blieb in seinen letzten drei Ligaspielen ungeschlagen, bei Pflichtspielen sind es dank des Einzugs ins DFB-Pokal-Halbfinale sogar schon fünf Spiele ohne Niederlage.

Der Aufsteiger aus Aue wartet derweil auswärts seit vier Spielen auf einen Sieg, die letzten drei Spiele gingen mit einem Torverhältnis von 0:10 verloren.

Die "Zebras" sind zu Hause gegen die "Veilchen" noch ungeschlagen (ein Sieg, zwei Unentschieden).

Hinrunde: 0:1

FC Ingolstadt - Arminia Bielefeld (alle Sonntag, 13.30 Uhr):

Im Duell des Vorletzten gegen den Letzten der Tabelle stehen sich zwei Teams mit einer langen Negativserie gegenüber:

Ingolstadt ist seit sechs, die Arminia gar seit acht Spielen sieglos. Die Bielefelder stellen zudem sowohl den schlechtesten Angriff (15) als auch die schwächste Abwehr der Liga (42).

Die Mannschaften treffen zum ersten Mal in Ingolstadt aufeinander.

Hinrunde: 0:1

MONTAG:

(ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und ab 20 Uhr im LIVE-TICKER)

1860 München - Fortuna Düsseldorf (Mo., 20.15 Uhr):

1860 konnte keines seiner letzten drei Heimspiele für sich entscheiden (zwei Unentschieden, eine Niederlage), die Fortuna verlor ihrerseits nur eine der vergangenen sieben Begegnungen (fünf Siege, ein Unentschieden).

Bei den "Löwen" ist die Bilanz der Rheinländer allerdings negativ: In acht Pflichtspielen in München gelang Düsseldorf neben einem Unentschieden lediglich ein Sieg - am 22. Oktober 1977 (1:0).

Hinrunde: 2:1

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