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Gehört mit 263 Spielen zu den erfahrensten Zweitliga-Trainern: Peter Neururer (r.) © imago

Gut gelaunt tritt Peter Neururer seinen ersten Arbeitstag als MSV-Coach an. Der "Feuerwehrmann" läuft verbal zur Hochform auf.

Duisburg - Mit markigen Sprüchen und hohen Zielen ist Peter Neururer nach über zweijähriger Abstinenz auf die Fußball-Bühne zurückgekehrt.

"Wenn ich das in der Gemeinschaft zeigen kann, was ich draufhabe, dann sind wir am Ende der Saison in der ersten Liga", sagte der 53-Jährige bei seiner Präsentation bei Zweitligist MSV Duisburg.

"Der Klub und ich gehören ins Oberhaus", fügte Neururer an.

Bei seiner zwölften Station im deutschen Profi-Fußball erhält das "Kind des Ruhrpotts" zunächst einen leistungsbezogenen Vertrag bis zum Saisonende mit Option auf ein weiteres Jahr Zusammenarbeit im Aufstiegsfall.

Wunschkandidat Neururer

"Wenn wir im März merken, dass wir zusammengehören, bleiben wir aber auch zusammen, wenn wir nicht aufsteigen", meinte MSV-Chef Walter Hellmich, der betonte, dass Neururer der Wunschkandidat auf die Nachfolge des am 9. November entlassenen Rudi Bommer gewesen sei.

"Feuerwehrmann" Neururer hatte seit seiner Entlassung bei Bundesligist Hannover 96 am 30. August 2006 vergeblich auf eine Anstellung gewartet.

Er sei daher froh, dass die Rumhängerei endlich ein Ende habe.

Das lange Nichtstun sei ihm mächtig "auf den Keks" gegangen, erklärte Neururer, der in Begleitung von Hellmich und Sportdirektor Bruno Hübner gut gelaunt bei seiner Vorstellung in der MSV-Arena erschien.

Markige Sprüche

Großes Medieninteresse begleitete die Präsentation Neururers, der sich am Vormittag der Mannschaft vorstellte und das Team am Montagnachmittag beim Testspiel bei Schalke 04 beobachtete.

Das Aufstiegsziel ist für die Duisburger nach der 3:4-Pleite am Sonntag in Fürth (nach 3:1-Führung) zunächst allerdings in weite Ferne gerückt.

Doch von einem Platz im tristen Mittelfeld (16 Punkte/13 Spiele) lässt sich Neururer nicht abschrecken:

"Als ich Bochum 2001 übernahm, haben wir elf Punkte aufgeholt und sind aufgestiegen."

Kader wird dezimiert

Zunächst möchte er erst einmal das "große Potenzial" ausschöpfen und den 31 Spieler umfassenden Kader reduzieren (zum Kader).

23 maximal 24 Spieler seien ideal. In dieser Woche erfolgt zudem noch ein Gespräch mit Vorgänger Bommer, der ihm zu der neuen Aufgabe gratuliert habe.

Auf eine Nicht-Abstiegsprämie in der Bundesligasaison 2009/10 verzichtete Neururer übrigens freiwillig. "Wenn wir erst einmal oben sind, dann bleiben wir selbstverständlich auch drin", so der Coach in seiner typischen Art.

Scholz-Ausstand mit Niederlage

Wenige Stunden nach der Neururers Vorstellung unterlagen die Duisburger in einem Testspiel bei Schalke 04 mit 1:3. Neururer verfolgte zwar das Spiel im Gelsenkirchener Parkstadion, sein künftiges Team wurde jedoch zum letzten Mal von Interimstrainer Heiko Scholz betreut.

Vor 5000 Zuschauern trafen Albert Streit, Carlos Grossmüller und Ivan Rakitic für Schalke, Nicky Adler erzielte den Treffer des MSV.

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