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Der Brasilianer Raffael erzielte beim Erfolg in Karlsruhe drei Treffer für Hertha © imago

Die Babbel-Elf rehabilitiert sich in Karlsruhe für die blamable Pleite gegen Union. Raffael schnürt einen Dreierpack.

München - Hertha BSC hat die Derbypleite verdaut und bleibt auf Aufstiegskurs.

Eine Woche nach dem 1:2-Pleite gegen Union Berlin führte Raffael die "alte Dame" mit seinem Dreierpack zum 6:2 (0:1) beim Karlsruher SC.

Hertha baute mit 45 Zählern die Tabellenführung aus, während der KSC im Abstiegskampf wichtigen Boden verlor.

Wertloser Doppelpack von Cristea

Vor 18.000 Zuschauern waren die Karlsruher durch Andrei Cristea (41.) in Führung gegangen. Nach einem abgefälschten Freistoß des Südafrikaners Delron Buckley war der rumänische Nationalspieler zur Stelle.

Cristea erzielte in der 83. Minute per Freistoß auch das zweite KSC-Tor zum 2:4 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Babbel lobt Chancenverwertung

"Wir sind sehr schwer ins Spiel gekommen, hatten es dann besser im Griff, aber haben unsere Chancen nicht genutzt und sind in Rückstand geraten", analysierte Hertha-Trainer Markus Babbel.

"In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner unter Druck gesetzt und unsere Chancen konsequent genutzt", ergänzte Babbel.

KSC-Coach Uwe Rapolder meinte: "Nach der guten ersten Halbzeit war das jetzt wie ein Schock. Den müssen wir erstmal verdauen."

Hattrick von Raffael

Hertha kam erst nach der Halbzeit richtig ins Spiel. Raffael sorgte mit seinem Hattrick innerhalb von 19 Minuten zwischen der 47. und 66. Minute für die Wende - alle drei Tore waren Konter. Der Kolumbianer Adrian Ramos machte mit seinen Treffern in der 72. und 87. Minute alles klar, Raffaels eingewechselter Bruder Ronny (90.) setzte den Schlusspunkt.

"Was Raffael gezeigt hat, war riesig", sagte Herthas Mittelfeldspieler Peter Niemeyer, merkte aber auch kritisch an: "Wir haben wie schon oft in dieser Saiosn zwei Gesichter gezeigt. Erst in der zweiten Halbzeit wurden wir bärenstark."

KSC-Kapitän Alexander Iashvili fiel wenig Gutes zur Leistung seines Teams ein: "Ich kann nur sagen, das war fürchterlich, unvorstellbar."

Zwei Gänge höher nach der Pause

Coach Uwe Rapolder hatte seine Mannschaft dabei zunächst gut auf die Berliner eingestellt. Die Hausherren griffen im Mittelfeld früh an und ließen die technisch starken Raffael und Ramos in der ersten Halbzeit nicht zur Entfaltung kommen.

Gleichzeitig erarbeitete sich die Rapolder-Elf einige Torchancen. Alexander Iaschwilli traf in der 9. Minute nur das Außennetz.

Nach der Pause legten die Gäste jedoch zwei Gänge zu, störten Karlsruhe früh und entblößten die Karlsruher Anfälligkeit für Konter wieder und wieder.

Erfolgreiches Ebert-Comeback

Vor allem Raffael trieb das Spiel der Berliner nach vorne.

Positiv bemerkbar machte sich aber auch die Einwechselung von Mittelfeldspieler Patrick Ebert, der nach langer Knieverletzung sein Comeback gab und an zwei Toren beteiligt war.

Wermutstropfen für Berlin war die Verletzung von Verteidiger Sebastian Neumann, der nach einem Cristea-Foul frühzeitig ausgewechselt werden musste.

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