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Enrico Kern (r.) und Marc Hensel belegen mit Aue derzeit Rang fünf © getty

Aue kann gegen die abgeschlagene Arminia ganz dicht an die Aufstiegsplätze rankommen. Doch Trainer Schmitt redet den Gegner stark.

Von Christian Stüwe

München ? Erzgebirge Aue ist der Herbstmeister der Zweiten Liga.

Und würde es einen weiteren inoffiziellen Titel für Understatement geben, die Sachsen hätten allerbeste Chancen, sich diesen zu sichern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Arminia Bielefeld könnte Aue (So., ab 13.15 Uhr LIVE-TICKER) bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Hertha BSC heranrücken.

Doch Erfolgscoach Rico Schmitt vermeidet konsequent jegliche Kampfansage und beschränkt sich darauf, den vorzeitigen Klassenerhalt zu bejubeln.

Durch den Last-Minute-Sieg gegen 1860 München haben die Erzgebirgler ihr Saisonziel nämlich bereits vorzeitig erreicht.

"Wir haben am Montag 40 Punkte eingefahren und einen großen Schritt gemacht, damit Aue auch in der kommenden Saison in der Zweiten Liga spielen wird", erklärte Schmitt.

Neue Ziele nach Bielefeld

Neue Ziele will der Trainer jedoch erst nach der Partie gegen die Ostwestfalen ausgeben.

"Die Mannschaft erwartet schon eine Ansage von mir. Aber ich werde erst nach dem Bielefeld-Spiel mit den Spieler darüber sprechen", sagte Schmitt.

Der 42-Jährige lässt keine Zweifel daran aufkommen, dass er den Gegner ernst nimmt, auch wenn dieser satte 31 Punkte weniger auf dem Konto hat.

"Die Fans müssen Geduld mitbringen, das wird eine Partie auf Augenhöhe", erklärte der Erzgebirge-Trainer und sprach angesichts des Heimvorteils seiner Mannschaft von einem "51:49-Spiel".

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

"Werden weiter um jeden Punkt kämpfen"

Immerhin erkämpfte sich Bielefeld am vergangenen Wochenende einen Punkt gegen Bochum.

Im Erzgebirge ist die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen dennoch krasser Außenseiter.

Zumal die Auer-Spieler sich schon noch etwas ausrechen.

"Es wird keiner in der Mannschaft sagen: Das war?s, Ziel erreicht, ab in den Urlaub", sagte Mittelfeldspieler Jan Hochscheidt: "Wir werden weiter um jeden Punkt kämpfen."

SPORT1 hat die Fakten zum 23. Spieltag.

Sonntag (ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER):

FSV Frankfurt - Karlsruher SC

Frankfurt konnte von den vergangenen sieben Auftritten nur einen gewinnen (zwei Unentschieden, vier Niederlagen) und musste damit vorerst den Kontakt zu den Aufstiegsrängen abreißen lassen.

Der KSC, der drei seiner jüngsten vier Partien verlor, kassierte beim jüngsten 2:6 gegen Hertha BSC bereits zum sechsten Mal in dieser Saison mehr als drei Gegentore in einem Spiel. (2:0)

VfL Osnabrück - Rot-Weiß Oberhausen

Osnabrück hat seine letzten beiden Heim-Begegnungen zu Null verloren. Von den bislang elf Heimspielen gegen RWO gewann der VfL vier (bei drei Unentschieden und vier Niederlagen).

Oberhausen wartet bereits seit neun Auswärts-Auftritten auf einen "Dreier" auf fremden Plätzen (zwei Unentschieden, sieben Niederlagen). (0:1)

Erzgebirge Aue - Arminia Bielefeld

Aue hat seine letzten beiden Heimspiele gewonnen. In ihren bislang elf Saison-Heimpartien kassierte Erzgebirge nur sechs Gegentore. Das seit zehn Auftritten sieglose Schlusslicht Bielefeld fuhr nach zuvor drei Niederlagen in Folge beim jüngsten 2:2 gegen Bochum wieder einen Zähler ein.

Montag (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER):

Hertha BSC Berlin - Energie Cottbus

Hertha hat vier seiner letzten fünf Begegnungen gewonnen. Die Berliner kassierten aber in jedem ihrer jüngsten sechs Spiele mindestens ein Gegentor.

Cottbus hat seine vergangenen drei Auswärtsspiele verloren. Von seinen bislang sechs Auftritten bei Hertha gewannen die Cottbuser drei (ein Unentschieden, zwei Niederlagen). (1:0)

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