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Pascal Groß (M.) wird für sein Debüttor von den Teamkollegen bejubelt © imago

Ein Fehlgriff von Klandt verhilft dem KSC zum ersten Auswärtssieg der Saison. Zwei Debütanten treffen für die Rapolder-Elf.

Frankfurt - Ein krasser Torwartfehler hat dem Karlsruher SC den ersten Auswärtssieg seit neun Monaten ermöglicht.

Patric Klandt vom FSV Frankfurt ließ beim 1:2 (1:1) gegen den KSC in der 82. Minute einen Freistoß von Debütant Thorben Stadler unter dem Körper ins Tor durchrutschen.

Die Gäste verließen den Relegationsplatz 16 und schöpfen im Abstiegskampf neue Hoffnung, Frankfurt kann die Saison trotz fünf Spielen in Serie ohne Sieg im gesicherten Mittelfeld ausklingen lassen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Highlight eines müden Spiels

Ein spektakulärer Seitfallzieher von Sascha Mölders (19.) hatte Frankfurt nach dem 0:1 durch Pascal Groß (11.) - der wie Stadler sein erstes Spiel im Unterhaus absolvierte - zurück ins Spiel gebracht.

Mölders' 13. Saisontor blieb das Highlight einer mäßigen Begegnung. Zuletzt hatte der KSC am 2. Mai 2010 (1:0 beim MSV Duisburg) auswärts gewonnen.

"Ich kann nur sagen: Endlich", freute sich KSC-Trainer Uwe Rapolder: "Der Druck vor dieser Partie war ungeheuer groß, besonders nach dieser Depression gegen Berlin."

Der KSC war zuletzt zu Hause mit 2:6 von Hertha BSC abgeschossen worden.

Zimmermann spielt

Vor 5419 Zuschauern waren die Gäste das engagiertere und zu Beginn spielerisch bessere Team, in der zweiten Halbzeit war der KSC allerdings zu harmlos.

Das Siegtor war aus Sicht der Gäste ein Geschenk - was den Zorn von Frankfurts Coach Hans-Jürgen Boysen nicht linderte: "Es ärgert mich maßlos, wenn ich sehe, dass unser Torwart die meisten Ballkontakte hatte. Das sagt viel aus über die körperlose Leistung meiner Mannschaft."

Beim KSC lief Matthias Zimmermann in auf, obwohl sein Bruder Christian am Mittwoch mit nur 23 Jahren nach einem Zusammenbruch bei einem Amateurspiel verstorben war.

Unmittelbar nach dem Abpfiff umarmten mehrere KSC-Spieler ihren trauernden Teamkollegen.

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