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Nils Petersen (l.) erzielte in dieser Saison bislang 14 Tore in der Zweiten Liga © getty

Cottbus ist nach dem Remis bei der Hertha fast raus aus dem Aufstiegsrennen. Die Berliner zittern sich Richtung Bundesliga.

Berlin - Höhenflug im Pokal, aber Stillstand in der Liga:

Energie Cottbus hat die wahrscheinlich letzte Chance vertan, will von einem Ende der Aufstiegshoffnungen jedoch (noch) nichts wissen.

"Um jetzt komplett aufzugeben, sind wir zu ehrgeizig", sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem 2:2 (2:2) beim alles andere als überzeugenden Spitzenreiter Hertha BSC:

"Aber wir benötigen jetzt eine Serie von vier oder fünf Siegen in Folge." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Pokal-Viertelfinale als Wendepunkt

Die Fakten sind ernüchternd. Als Tabellensiebter liegen die Lausitzer acht Punkte hinter dem VfL Bochum und damit hinter dem Relegationsplatz zurück, aus den letzten vier Spielen gab es nur zwei Punkte.

Seit dem Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals Ende Januar wirkt es, als habe man Energie den Stecker rausgezogen.

"Ich weiß nicht, ob das die einzige Erklärung ist, aber stabilere Mannschaften als wir gewinnen gegen 1899 Hoffenheim und schlagen dann auch Karlsruhe", sagte Wollitz: "Das Spiel gegen Hoffenheim hat schon ein bisschen den Rhythmus verdorben."

"Man sollte uns nicht abschreiben"

Vor der für ein Montagabendspiel beachtlichen Kulisse von 40.134 Zuschauern waren die Gäste über weite Strecken die bessere Mannschaft - mehr als ein Punkt sprang aber nicht heraus.

Dabei hatten die Cottbuser nach dem Rückstand durch Pierre-Michel Lasogga (16.), das Spiel durch Tore von Daniel Adlung (26.) und Uwe Hünemeier (35.) gedreht. Doch noch vor der Pause gelang Roman Hubnik (40.) das 2:2.

"Man sollte uns dennoch nicht abschreiben", sagte Sturmhoffnung Nils Petersen, und Torschütze Hünemeier ergänzte: "Wenn wir immer 100 Prozent geben, werden wir noch viele Punkte holen."

Hertha versagt im nächsten Derby

Dagegen scheint sich der Ligakrösus aus Berlin mehr schlecht als recht zum Aufstieg zu zittern. Erneut enttäuschten die Herthaner in einem Derby, die Wiedergutmachung für die 1:2-Niederlage gegen den Stadtrivalen Union vor zwei Wochen misslang.

"Das 2:2 ist weniger als erwartet", sagte Verteidiger Christian Lell: "Da war auch ein bisschen Angst dabei."

Aerts lässt Babbel leiden

Gegen die Cottbuser war das Hauptstadtteam vor allem in der zweiten Halbzeit keineswegs erstklassig. Torchancen in den zweiten 45 Minuten: Fehlanzeige!

"Ich bin zufrieden mit dem Punkt, weil wir heute nicht gut gespielt haben. Wir haben zu viele Fehlpässe gespielt, uns nicht gut bewegt", sagte Trainer Markus Babbel, dem möglicherweise eine Torwartdiskussion ins Haus steht.

Schlussmann Maikel Aerts sah bei beiden Gegentreffern nicht gut aus. Schon in den Spielen zuvor hatte der Niederländer nicht immer die beste Figur abgegeben.

"Wenn wir in der Bundesliga spielen wollen, dürfen solche Fehler einfach nicht passieren", kritisierte Babbel seinen Keeper auf SPORT1.

Spitzengruppe rückt zusammen

Nach den Siegen der Konkurrenz ist der Vier-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger FC Augsburg und Bochum auf zwei Zähler geschrumpft, Herbstmeister Erzgebirge Aue lauert als Vierter nur knapp dahinter.

Auch die SpVgg Greuther Fürth befindet sich noch in Schlagdistanz.

Ein Blick auf das Berliner Restprogramm lässt ein spannendes Rennen bis zum Schluss vermuten. Die Herthaner müssen noch in Fürth, Aue und Bochum antreten, am letzten Spieltag kommt der FC Augsburg ins Olympiastadion.

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