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Theo Schneider spielte als Profi für Dortmund, Oberhausen, Nürnberg und Saarbrücken © getty

Oberhausen hat innerhalb von nur einem Tag einen neuen Trainer gefunden. Bruns zeigt sich nach seinem Rauswurf sehr enttäuscht.

Oberhausen - Einen Tag nach der Entlassung von Trainer Hans-Günter Bruns hat Rot-Weiß Oberhausen einen Nachfolger gefunden:

Theo Schneider wird das Amt beim abstiegsbedrohten Traditionsklub übernehmen.

Der 50-Jährige stand bei Borussia Dortmund seit 2004 als Trainer der Regionalliga-Reserve unter Vertrag.

"Wir haben seinem Wunsch entsprochen, Cheftrainer in der Zweiten Liga zu werden", bestätigte BVB-Pressesprecher Josef Schneck bereits am Mittwoch. Die offizielle Bestätigung des Vereins folgte am Donnerstagmorgen.

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Dietz kündigt Abschied an

Schneider hat einen für Zweite und Dritte Liga gültigen Vertrag unterschrieben, der bis zum 30. Juni 2013 läuft.

Sport-Vorstand Thomas Dietz freut sich auf einen Coach, der sich der "sportlich anspruchsvollen Aufgabe Klassenkampf stellt und dabei die Philosophie des Vereins weiterführen wird".

Schneider, der wohl schon am Freitag im Derby gegen den MSV Duisburg sein Debüt feiern wird, ist bei den "Kleeblättern" kein Unbekannter.

Von 1983 bis 1986 lief der Ex-Profi insgesamt 98 Mal für RWO in der Zweiten Liga auf (23 Tore), außerdem absolvierte er 44 Bundesliga-Spiele für den BVB und 27 für den 1. FC Nürnberg.

Auch abseits der Trainerbank rumort es beim Tabellen-16. weiterhin kräftig. Dietz gab am Mittwoch seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt.

Absturz auf Platz 16

"Ich habe mir den Schritt reiflich überlegt und habe für mich persönlich festgestellt, dass ich mich mit den verschiedenen Spielarten außerhalb des Platzes, die ich in den zweieinhalb Jahren Profi-Fußball erlebt habe, nicht anfreunden kann", sagte er zur Begründung.

Am Dienstag hatte der Klub Bruns, der in Doppelfunktion als Trainer und Sportlicher Leiter für RWO tätig war, angesichts der sportlichen Talfahrt entlassen.

RWO war nach einem guten Saisonstart zuletzt auf den Relegationsplatz abgestürzt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Die letzte Karte gezogen"

Der Vorstand hatte den Trainerwechsel damit begründet, dass der er sich einen "zusätzlichen Motivationsschub für restlichen elf Klassenkampf-Spiele" erhoffe.

Man habe auf einer Sitzung am Dienstag entschieden, die "letzte Karte" zu ziehen, um den Absturz in die Dritte Liga mit allen Mitteln zu vermeiden, erklärte Präsident Hajo Sommers.

"Wir können nicht in die Drittte Liga, dort würden wir nicht überleben", sagte der Klubchef.

"Und wir wollten auch nicht acht bis zehn Mitarbeiter entlassen müssen, die nichts für die Leistungen auf dem Platz können."

Bruns enttäuscht

Bruns selber reagierte mit großer Enttäuschung auf seinen Rauswurf. "Ich denke, dass dies die falsche Entscheidung ist", sagte der 56-Jährige der "RevierSport".

"Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Ich hatte fünf schöne Jahre, da geht einem das emotional sehr nahe", sagte Bruns, der sich am Mittwoch von der Mannschaft verabschiedete.

"Mit einigen werde ich sicher einen guten Kontakt halten nach der jahrelangen Zusammenarbeit", erklärte der ehemalige Bundesliga-Profi, der sich das Spiel gegen Duisburg im Fernsehen anschauen will:

"Ich hoffe, die Jungs finden den Bogen. Ich wünsche der Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt alles Gute", erklärte Bruns.

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