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Aues Tomasz Kos verteidigt per Kopf gegen den Augsburger Torsten Oehrl © getty

Aue ist in Augsburg das bessere Team, vergisst aber das zweite Tor zu schießen. Der FCA tankt durch viel Glück Selbstvertrauen.

Augsburg - Der FC Augsburg bleibt im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga der erste Verfolger von Spitzenreiter Hertha BSC Berlin.

Zum Abschluss des 24. Spieltages gewann die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay am Montagabend gegen Mitkonkurrent Erzgebirge Aue mit 2:1 (0:0).

Mit 47 Punkten schob sich der FCA wieder auf Rang zwei, der Rückstand auf die Hertha beträgt zwei Zähler. "Das Entscheidende ist in dieser Phase, dass man seine Spiele gewinnt", war FCA-Trainer Jos Luhukay über den schmeichelhaften Sieg glücklich. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dagegen haben die Sachsen nach der fünften Auswärtspleite in Folge den Sprung auf einen Aufstiegsrang verpasst, mit 43 Punkten liegen sie als Fünfter aber weiter in Lauerstellung.

Aue bekommt Lob, aber keine Punkte

"Aue war die bessere Mannschaft. Hätten sie das 2:0 gemacht, glaube ich nicht, dass uns noch das Comeback gelungen wäre. Das wir das Spiel gedreht haben, gibt uns aber Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben", sagte Luhukay.

Aues Trainer Rico Schmitt ärgerte sich: "Dass wir als Verlierer vom Platz gegangen sind, ist sehr ärgerlich. Meine Mannschaft hat hervorragend gespielt. Wir haben defensiv gut gestanden und prima gekontert. Ich hoffe nicht, dass wir noch viele Spiele haben, in denen wir nur Komplimente bekommen für unser Spiel."

Rafael und Callsen-Bracker drehen das Spiel

Vor 15.731 Zuschauern taten sich die Gastgeber von Beginn an schwer, ins Spiel zu kommen. In der 29. Minute verhinderte Augsburgs Torwart Simon Jentzsch mit zwei Paraden gegen Jan Hochscheidt und Tobias Kempe die Führung für Aue.

Marc Hensel (52.) brachte die bis dahin überlegenen Gäste dann aber doch in Führung. Aue präsentierte sich laufstark und kämpfte mit großem Einsatzwillen.

Der in der 56. Minute eingewechselte Nando Rafael markierte mit seinem elften Saisontor den Ausgleich (65.).

"Mit dem Tor ist das Spiel gekippt", so Schmitt, "das Spiel nimmt dann eine andere Dynamik auf. Außerdem ist Augsburg ja auch eine offensivstarke Mannschaft."

Aue vergessen das zweite Tor

Nach einem Freistoß erzielte Jan-Ingwer Callsen-Bracker (72.) per Kopf den Siegtreffer.

Luhukay: "Sie haben uns unglaublich geärgert, alles abverlangt und waren eine Stunde lang die absolut bessere Mannschaft. Aber sie haben eines vergessen: mehr als nur ein Tor zu schießen."

Enrico Kern (64.) hätte das Spiel zugunsten der Gäste entscheiden können, erneut parierte Jentzsch glänzend.

Schmitt: "Gehen unseren eigenen Weg"

Die Augsburger haben damit beste Aussichten im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze. "Wir sind ja schon eine Weile Zweiter der Tabelle und wir mussten heute nachlegen, weil Bochum in Fürth unentschieden gespielt hat", so Luhukay.

"Wir haben unsere Hausaufgabe erfüllt, aber es hat uns alles abverlangt. Wir sind froh, dass wir heute die drei Punkte hier behalten konnten."

Aue verliert dagegen an Boden. Schmitt: "Wir gehen unseren eigenen Weg. Augsburg, Bochum, Greuther Fürth oder Cottbus schnuppern auch an Hertha BSC. Das sind die Topfavoriten. Wir wollen auch intern andere Wege beschreiten."

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