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Baljak (l.) im Kopfballduell mit Rotehnbach, der in der 90. Minute traf © imago

Mainz tut sich gegen St. Paulis kompakte Spielweise schwer. Borcha bricht den Bann, aber zum Sieg reicht es nicht.

Mainz - Der FSV Mainz 05 hat im Aufstiegskampf der Zweiten Liga zwei wichtige Punkte liegen lassen.

Die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen kam gegen den FC St. Pauli nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus, bleibt mit 28 Punkten aber Tabellenführer.

Doppelpack vom Joker

Zunächst drehte der erst kurz zuvor eingewechselte Felix Borja mit einem Doppelpack (65. und 69.) die Begegnung zu Gunsten des FSV.

Doch in der Schlussminute sicherte Carsten Rothenbach den Gästen, die durch Alexander Ludwig (30.) in Führung gegangen waren, einen Zähler.

"Haben Big Points verloren"

"Wir haben heute schlampig angefangen, dadurch konnte St. Pauli ins Spiel kommen und verdient in Führung gehen", gab Andersen zu.

"Mit Felix Borja einen dritten Stürmer zu bringen hat sich mit seinen zwei Treffen bezahlt gemacht. Dass wir das dann nicht über die Bühne bringen konnten, damit haben wir big Points verloren", ärgerte sich der Norweger.

"Wir waren heute über 90 Minuten die bessere Mannschaft, hatten sehr viele Torchancen und hätten gewinnen müssen", meinte Mittelfeldspieler Markus Feulner.

St. Pauli steht kompakt

20.300 Zuschauer im ausverkauften Bruchwegstadion sahen eine temporeiche und kampfbetonte Partie, in der beide Mannschaft ihr Glück in der Offensive suchten.

Die Gäste präsentierten sich dabei zunächst mit der größeren taktischen Reife, standen äußerst kompakt und ließen die Mainzer kaum zur Entfaltung kommen.

Ausgleich nach Ecke

Mit der Hereinnahme Borjas wendete sich zunächst aber das Blatt.

Doch in der 90. Minute erzielte Rothenbach den kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich, als er nach einer Ecke von Ludwig den Ball aus kurzer Distanz über die Linie beförderte.

Zwei Karten auf einmal

Kurioses passierte auch in der 44. Minute. Der Mainzer Miroslav Karhan und Florian Bruns gerieten aneinander.

Schiedsrichter Thomas Metzen schritt entschlossen ein und zeigte beiden zeitgleich Gelb.

"Das war wie im Wilden Westen. Da hat er beide Colts gezogen", sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski.

Stanislawski nicht ganz zufrieden

Weniger amüsant fiel seine Spielanalyse aus. "Was mich geärgert hat, war, dass wir die Kontermöglichkeiten in der zweiten Halbzeit nicht genutzt und fahrlässig agiert haben", erklärte Stanislawski. "Am Ende haben wir nach dem Motto alles oder nichts noch punkten können."

Bei den Platzherren waren Borja und Feulner die Besten. St. Pauli hatte seine stärksten Akteure in Ludwig und Ralph Gunesch.

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