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Alexander Iashvilli ist Kapitän der Nationalmannschaft Georgiens © getty

Das Heimdebüt von Rainer Scharinger ist geglückt. Eine kämpferische Leistung seines Teams lässt Karlsruhe die Abstiegsränge verlassen.

Karlsruhe - Für den MSV Duisburg erweist sich der Einzug ins DFB-Pokalendspiel im Aufstiegsrennen weiter als Fluch.

Die Zebras gingen durch das 1:3 (0:2) bei Abstiegskandidat Karlsruher SC auch im zweiten Punktspiel nach dem Sprung ins Cup-Finale als Verlierer vom Platz und haben nach nur zwei Punkten aus den vergangenen fünf Liga-Spielen immer mehr nur noch theoretische Chancen auf eine Rückkehr ins Oberhaus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Karlsruhe kletterte nach dem ersten Erfolg im zweiten Spiel unter seinem noch ungeschlagenen Neu-Trainer Rainer Scharinger durch Tore von Andrei Cristea (18.), Alexander Iaschwili (24., Foulelfmeter) und Stefan Müller (86.) bei einem Gegentreffer von Goran Sukalo (73.) vom Relegationsplatz zumindest vorübergehend auf den 14. Tabellenrang.

Sasic kündigt Konsequenzen an

"Ich kann nicht verstehen, dass wir im Pokal so weit gekommen sind und die Spieler nun vergessen, welche Werte uns so weit gebracht haben", schimpfte MSV-Trainer Milan Sasic nach der vierten Auswärtsniederlage seiner Mannschaft und kündigte Konsequenzen an:

"Wenn es aber so ist, werden wir etwas Neues ausprobieren müssen."

Sein Karlsruher Kollege Scharinger, der zu seinem Einstand ein 1:1 bei Aufstiegsanwärter VfL Bochum geholt hatte, blickte hingegen zuversichtlich nach vorne.

"Bei uns ist schon ein neues Wir-Gefühl entstanden. Der Sieg tut gut und gibt mehr Sicherheit."

Erste MSV-Chance sitzt

Duisburg enttäuschte bei seiner vierten Auswärtsniederlage vor 13.385 Zuschauern maßlos.

Bis zu Sukalos Treffer hatte sich das Team von Trainer Milan Sasic nicht eine Torchance erspielt.

Die weitgehend einfallslosen Meidericher agierten lediglich mit langen Bällen und konnten die kompakte Abwehr der Platzherren, die zu Scharingers Einstand ein 1:1 bei Aufstiegskandidat VfL Bochum erreicht hatten, damit kaum ernsthaft in Verlegenheit bringen.

Karlsruhe überzeugt

Scharingers Mannschaft dagegen überzeugte im ersten Durchgang durch bestechende Effektivität bei der Verwertung ihrer Chancen.

Mit zunehmender Spieldauer wuchs außerdem ungeachtet des Gegentreffers die Sicherheit bei den Gastgebern.

Nach Duisburgs Anschlusstor verdienten sich die Badener ihren sechsten Heimsieg auch durch eine kämpferisch überzeugende Vorstellung gegen die auf den Ausgleich drängenden Duisburger.

Staffeldt und ein Schweizer überzeugen

Beste Karlsruher waren Abwehrspieler Kiliann Witschi und Timo Staffeldt im Mittelfeld.

In Duisburgs Mannschaft erreichte bezeichnenderweise nur Sefa Yilmaz nach seiner Einwechslung zur zweiten Spielhälfte Normalform.

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