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Peter Hyballa scheiterte mit der U19 der Leverkusener in der Gruppenphase
Peter Hyballas Sorgen: Nur in einer der letzten 18 Partien spielte Aachen zu null © imago

Aachens Trainer bezieht die Journalisten in die Fehleranalyse der letzten Partien ein. Gegen Bochum soll's nun besser laufen.

Von Andreas Berten

Aachen/München - Bei Fußballern gehört es zum Tagesgeschäft, dass Trainer ihnen immer und immer wieder anhand von Videosequenzen ihre Fehler unter die Nase reiben.

Dass ein Coach in etlichen Spielzügen auch ganz andere Patzer entdeckt als der gemeine Zuschauer, ist dabei kein Wunder.

Damit ihn die breite Öffentlichkeit auch versteht, hat Peter Hyballa zu einem ganz besonderen Videostudium gegriffen.

Nach der Teambesprechung ließ der Trainer von Alemannia Aachen Beamer und Laptop kurzerhand aufgebaut und lud so die versammelte Journaille am Freitag zu einer ganz besonderen Abschlusspressekonferenz.

Ob die Spieler Hyballas Anliegen verstanden haben, wird sich im Heimspiel gegen den VfL Bochum (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER) zeigen.

Fehler in der Endlosschleife

Besonders die immer wiederkehrenden Patzer bringen einen Trainer verständlich auf die Palme.

"Mit Türen eintreten und Magnesium-Behälter in die Ecke werfen ist es nicht getan", verrät der Alemannia-Coach seine Aufarbeitung der Spiele.

Das blamable 0:5 gegen Hertha BSC Berlin vor zwei Wochen teilte Hyballa in 18 Videoschnipsel auf, die jegliche Probleme offenbarten -und die teilweise auch am vergangenen Spieltag gegen Ingolstadt wiederholt wurden.

"Wir hatten ein gutes Gefühl, gerade nach dem 1:0. Dann kommt genau die gleiche Situation, über die du die ganze Woche sprichst und darauf trainierst", ärgert sich der Coach. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Vor dem Aufeinandertreffen mit dem VfL warnt Hyballa, der wieder auf Marco Höger zurückgreifen kann, vor allem vor der Bochumer Offensive. "Der VfL wird reduziert auf diesen Friedhlem-Funkel-Fußball, aber das ist falsch." Besonders bei Standards sei der VfL stark.

Bochum hofft auf Tese

Bei den Gästen steht Chong Tese vor der Rückkehr in die Startformation - übrigens erst zum dritten Mal in der Rückrunde. Mirkan Aydin zog sich im Training eine Oberschenkelzerrung zu und fällt deswegen aus.

"Wenn Tese sagt, dass er körperlich besser drauf ist als im Herbst, kann er das jetzt beweisen und den Worten Taten folgen lassen", so VfL-Trainer Friedhelm Funkel.

Auch Mimoun Azaouagh soll von Beginn an auflaufen.

SPORT1 hat die Fakten zum 26. Spieltag.

Arminia Bielefeld - 1860 München

Bielefeld feierte beim jüngsten 2:1 in Duisburg den ersten Sieg seit dem 13. November 2010 (2:1 gegen Osnabrück).

Von bislang 17 Duellen mit 1860 München konnten die Bielefelder nur vier gewinnen. Die Münchner haben zwei ihrer letzten drei Auswärtspartien jeweils mit 1:0 gewonnen. (Hinspiel: 0:0)

Energie Cottbus - VfL Osnabrück

Cottbus holte aus den letzten drei Liga-Spielen sieben Zähler. Zu Hause sind die Lausitzer seit acht Partien unbesiegt.

Osnabrück kassierte zuletzt zwei Niederlagen. In den bislang 12 Saison-Auswärts-Auftritten blieben die Osnabrücker nur einmal ohne Gegentreffer, beim 1:0 in Aue. (Hinspiel: 0:2)

Alemannia Aachen - VfL Bochum (alle So., 13 Uhr)

Die Aachener, die in jeder ihrer vergangenen neun Begegnungen mindestens ein Gegentor kassierten, steckten zuletzt zwei Niederlagen ein.

Die seit zwölf Spielen unbesiegten Bochumer mussten sich in den letzten vier Partien dreimal mit einem Unentschieden zufrieden geben. (Hinspiel: 1:1)

SpVgg Greuther Fürth - Hertha BSC Berlin (Mo., 20.15 Uhr)

Fürth hat sich mit acht Auftritten ohne Niederlage auf den Relegationsplatz geschoben. Die SpVgg blieb in seinen bislang 12 Saison-Heimspielen nur beim 0:0 gegen Oberhausen ohne eigenes Tor.

Hertha BSC, das mit 52 Toren die stärkste Offensive der Liga stellt, holte aus den jüngsten vier Partien zehn Punkte. (Hinspiel: 0:2)

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