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Mehr Glück als Absicht: Mimoun Azaouagh (3.v.l.) erzielte mit einem Traumtor das 1:0 © imago

Aachen scheitert innerhalb weniger Minuten bei zwei Strafstößen. Ausgerechnet ein weiterer Elfmeter sorgt für die Entscheidung.

Aachen - Der VfL Bochum hat mit Glück, aber auch kühlem Kopf seine Chance auf ein Comeback in der Fußball-Bundesliga gewahrt.

Mit dem 3:1 (1:1)-Sieg bei Alemannia Aachen in einem turbulenten und spektakulären Spiel mit drei Foulelfmetern blieben die Westfalen auch das 13. Spiel in Folge ungeschlagen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zumindest bis Montagabend, wenn der direkte Konkurrent SpVgg Greuther Fürth beim Zweitliga-Tabellenführer Hertha BSC Berlin antreten muss, rückt das Team von Trainer Friedhelm Funkel auf den Relegationsplatz vor.

Zwei Elfmeter in drei Minuten

Mimoun Azaouagh (15.) brachte die Bochumer mit einem Traumtor in Führung, als er von weit rechts außen Aachens Keeper Hohs überlupfte.

"Es gehört natürlich auch Glück dazu, aber es sieht doch schön aus"; sagte der Torschütze.

Tolgay Arslan (25.) sorgte noch vor der Pause für den Ausgleich. Das 2:1 für den VfL erzielte Ümit Korkmaz (54.).

Die großen Chance zum Ausgleich vergaben die Aachener, als ihnen Schiedsrichter Felix Brych (München) innerhalb von drei Minuten zwei Foulelfmeter zusprach.

Zunächst scheiterte Marco Höger an Bochums Torhüter Andreas Luthe (60.), anschließend traf Benjamin Auer die Latte (62.), von der aus der Ball Fernsehbildern zufolge wohl hinter der Torlinie aufsprang.

Höger: "Ich ärgere mich maßlos"

Bezeichnenderweise sorgte Marcel Maltritz (85.) mit dem dritten Foulfmeter in diesem Spiel (85.) für die Entscheidung zugunsten des VfL.

"Das ist bitter. Der Schiedsichter hatte viele kniffliche Entscheidungen zu treffen, leider hat er nicht immer die richtigen getroffen", sagte der Aachener Torjäger Auer und Höger ergänzte:

"Ich ärgere mich maßlos, dass ich meinen Elfmeter nicht verwandelt habe. Aber wenn man zwei Elfer nicht reinmacht, dann kann man so ein Spiel nicht gewinnen."

Hektik nach der Pause

Die Gelb-Rote Karte für den Aachener Tobias Feisthammel (74.) steht für die vorwiegend in der zweiten Halbzeit hektische Begegnung, nachdem die 19.013 Zuschauer im ersten Durchgang ein auch spielerisch ansehnliches Zweitligaspiel gesehen hatten.

Beide Mannschaften zeigten erfrischenden Offensivfußball, mit einigen vielversprechenden Möglichkeiten.

In der zweiten Halbzeit hätten die Bochumer das Resultat gegen Aachener in Unterzahl sogar noch höher gestalten können.

Höger und Arslan waren die besten Akteure der Gastgeber. Bochum hatte in Andreas Johansson und Azaouagh seine herausragenden Spieler.

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