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Adrian Ramos (r.) erzielte in Fürth sein elftes Saisontor für Hertha BSC © imago

Der Aufstiegsfavorit fährt mit einer abgezockten Leistung im Topspiel bei der SpVgg Greuther Fürth einen wichtigen Dreier ein.

Fürth - Aufstiegsfavorit Hertha BSC Berlin ist der Rückkehr in die Bundesliga wieder einen Schritt näher gekommen.

Der Spitzenreiter setzte sich im Topspiel des 26. Spieltags mit 2:0 (1:0) bei der SpVgg Greuther Fürth durch und hat damit in der Rückrunde alle fünf Auswärtsspiele gewonnen.

Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel hat sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, von dem die fünftplatzierten Fürther nach der Heimniederlage drei Zähler entfernt sind. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir sind unserem großen Ziel einen kleinen Schritt näher gekommen", lobte Babbel bei SPORT1 sein Team. "Natürlich war das wichtig, einen direkten Konkurrenten auf Distanz zu bringen. Nichtsdestotrotz haben wir immer noch ganz schwierige Spiele vor der Brust."

Ramos nutzt die erste Chance

Fürth-Coach Mike Büskens erkannte die Überlegenheit des Gegners an. "Die Hertha ist eine hervorragende Mannschaft. Sie sind in ihrer Spielweise sehr abgeklärt", meinte er nach der Partie.

Adrian Ramos (40.) und Peter Niemeyer (50.) sorgten vor 12.790 Zuschauern mit ihren Toren dafür, dass die Fürther die erste Niederlage im Jahr 2011 kassierten.

Während die Hauptstädter weiter Richtung Erstliga-Rückkehr marschieren, müssen die Franken erstmal den Rückschlag verkraften.

"Es geht weiter. Du kannst gegen Hertha verlieren, das muss man einkalkulieren. Jetzt geht es darum, eine breite Brust zu entwickeln. Wir haben in Aue eine schwierige Aufgabe", sagte Büskens.

Fürth mit vielen Aufbaufehlern

Im Duell der Aufstiegsanwärter, das den Erwartungen an ein Spitzenspiel nicht gerecht wurde, waren die Berliner von Beginn an die tonangebende Mannschaft.

Der beste Angriff der Liga nutzte seine Feldüberlegenheit und die zahlreichen Fehler der Fürther im Spielaufbau aber zunächst nicht.

Die erste aussichtsreiche Chance hatten die Gäste in der 40. Minute, und die brachte direkt Erfolg. Adrian Ramos köpfte nach einer Flanke von Christian Lell zur Führung ein (40.).

"Das war eine klasse Flanke von Christian. Und dann ist das natürlich schwer zu verteidigen", analysierte Babbel erfreut.

Aleksic verpasst den Anschlusstreffer

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts an der Dominanz der Hertha, die den enttäuschenden Fürthern vor allem spielerisch überlegen war und den zweiten Treffer nachlegte. Nach einem Freistoß von Nikita Rukavytsya war Niemeyer per Kopf erfolgreich (50.).

"Wir hatten uns einiges vorgenommen", reagierte Büskens enttäuscht, "das war für uns eine kalte Dusche."

Erst in der letzten halben Stunde brachten die bis dahin schwachen Fürther die Berliner Abwehr etwas mehr in Bedrängnis, ein Torerfolg blieb ihnen verwehrt.

"Nach dem 2:0 war mir klar, jetzt würde Fürth noch mal kommen. So war's dann auch", sagte Babbel, "letztlich hatten wir dann in der ein oder anderen brenzligen Situation das Glück auf unserer Seite."

Die beiden aussichtsreichsten Gelegenheiten für die SpVgg vergab Danijel Aleksic (72./75.).

Drei weitere Ausfälle

Ärgern mussten sich die Berliner nur darüber, dass sich Torschütze Niemeyer Sekunden vor Schluss unnötig seine zehnte Gelbe Karte der Saison abholte und damit am Freitag im Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt gesperrt fehlen wird.

Auch Fürth muss gegen Aue auf drei Spieler (Müller, Fürstner, Pekovic) verzichten. "Das ist das, was mich am meisten betrübt: Das war zum Teil unnötig und hätten wir uns sparen können", sagte Büskens.

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