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Hertha BSC hat seit fünf Spielen nicht mehr verloren © getty

Beim Auswärtssieg in Fürth präsentiert sich die Hertha schon erstiliagreif. Noch bremsen die Verantwortlichen die Euphorie.

Fürth/Berlin - Hertha BSC Berlin hat nach dem 2:0-Erfolg bei Greuther Fürth einen großen Schritt in Richtung direkten Wiederaufstieg gemacht.

Bei noch acht verbleibenden Spielen beträgt der Abstand auf Rang vier bereits acht Punkte.

Die Abschiedstour durch die Zweite Liga kann also beginnen, doch die Verantwortlichen treten noch auf die Euphoriebremse. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Tritt auf die Euphoriebremse

Die Leistung in Fürth war zwar nicht berauschend, doch agierte die Hertha im Stile einer Spitzenmannschaft. Adrian Ramos (40.) und Peter Niemeyer (50.) verwerteten zwei der nur rar gesäten Torgelegenheiten der Berliner.

Trotzdem - oder gerade deswegen - wollen die Berliner von verfrühten Jubelarien nichts wissen. "Der Sieg ist ein ganz wichtiger Schritt zu unserem Ziel", sagte Trainer Markus Babbel.

Zugleich warnte Babbel: "Wir haben noch einige schwere Aufgaben vor uns, in Ingolstadt wollen wir nachlegen."

Auch Kapitän Andre Mijatovic sieht nach dem 17. Saisonsieg der Berliner "noch einen langen Weg" vor der "alten Dame".

Fünf Auswärtssiege in Serie

Der lange Weg sollte für die Berliner jedoch kaum ein Hindernis darstellen.

Nach einem kurzen Tief Ende November des vergangenen Jahres mit drei Niederlagen in Folge und der vermeidbaren Pleite im Stadtderby gegen Union (1:2) Anfang Februar zeigte Hertha über die gesamte Spielzeit große Konstanz und glänzte bei so umkämpften Partien wie gegen Fürth mit "Charakter" (Mijatovic).

Laut Angreifer Pierre-Michel Lasogga kamen die Hauptstädter "bei solchen Spielen über den Kampf".

Der Sieg in Fürth war zudem der fünfte Auswärtserfolg in Serie - beste Voraussetzungen für den Aufstieg in die Bundesliga.

Büskens lobt die Hertha

Das sahen auch die Spieler und der Trainer des Gegners aus Fürth so und rollten den roten Teppich für die Berliner aus.

Verteidiger Thomas Kleine sah eine "Spitzenmannschaft", die "cleverer als wir war und deshalb verdient gewonnen hat". Und auch SpVgg-Coach Mike Büskens attestierte den Berlinern "Klasse und Reife".

Der Acht-Punkte-Vorsprung soll für die Berliner jedoch kein Ruhekissen sein. "Wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen, und wir werden weiter konzentriert bleiben", sagte Torschütze Christian Lell. Auch Sportdirektor Michael Preetz sieht auf der Abschiedstour durch die Zweite Liga noch "wichtige Spiele".

Fürth nun ins Erzgebirge

Während die Hertha bereits für die Bundesliga planen kann, ist der Ansturm der Fürther auf die Aufstiegsplätze vorerst gestoppt.

Nach acht Partien ohne Niederlage kam gegen den Klassenprimus die "kalte Dusche" (Büskens). Ein Erfolg gegen die Hertha hätte die Fürther auf Relegationsplatz drei gehievt.

Von dem Rückschlag wollen sich die Mittelfranken allerdings rasch erholen und peilen die Bundesliga weiter an. "Wir werden uns jetzt nicht umwerfen lassen und trotzdem selbstbewusst nach Aue fahren", sagte Kleine.

Er richtete den Blick bereits auf die anstehende, sicherlich nicht minder schwere Aufgabe beim direkten Konkurrenten aus dem Erzgebirge.

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