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Gegen Paderborn mit seinem zehnten Saison-Tor: Herthas Pierre-Michel Lasogga © getty

Lasogga und Mijatovic hieven die Berliner vor einer Rekord-Kulisse wieder auf Platz eins. Paderborn bleibt weitgehend blass.

Berlin - Hertha BSC ist in Berlin wieder in, hat die Tabellenführung zurückerobert und strebt weiter unaufhaltsam Richtung Erstliga-Rückkehr.

Die Berliner gewannen vor der beeindruckenden Kulisse von 70.621 Zuschauern im Olympiastadion gegen den SC Paderborn 2:0 (2:0) und liegen mit 59 Punkten nun neun Zähler vor einem Nicht-Aufstiegsplatz.

Der schärfste Verfolger FC Augsburg (57) hatte am Freitag mit einem 2:0 bei Arminia Bielefeld zwischenzeitlich die Tabellenspitze übernommen.

Für das Team von Markus Babbel trafen Pierre-Michel Lasogga (39.) und Kapitän Andre Mijatovic (45.+1). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Babbel erleichtert

"Es war ein hartes Stück Arbeit", erklärte Babbel nach Abpfiff.

Und der Coach ergänzte: "Und weil es so warm war, waren auch die Bedingungen schwer. Aber die Fans haben uns mitgetragen, unser Sieg ist verdient." Am Aufstiegsziel wähnte sich Babbel aber noch nicht: "Auf uns warten noch sechs schwere Spiele."

Kesser klangen da schon seine Spieler: "Am Ende redet keiner mehr über Paderborn, sondern nur, dass wir aufgestiegen sind", hakte Patrick Ebert den Arbeitssieg schnell ab und richtet den Blick bereits auf die große Sause nach dem letzten Spieltag.

Aufstiegsshirts nach Abpfiff

Nach dem Abpfiff streiften sich er und weitere Profis T-Shirts über mit der Aufschrift "Hey, was für'n Lauf, die Hertha steigt wieder auf".

"Diesen Sieg schenken wir dem Trainer. Er hat immer davon geträumt, vor so einer Kulisse gegen Paderborn zu spielen", sagte Kapitän Mijatovic.

Torschütze Lasogga fügte wiederum an: "Wir gewinnen auch solche Spiele, weil wir es erzwingen."

Ebert ans Aluminium

Die Gastgeber waren gegen die Paderborner, gegen die sie im Hinspiel die erste Saisonniederlage hatten einstecken müssen, von Beginn an feldüberlegen.

In der ersten halben Stunde hatte die Hertha über 70 Prozent Ballbesitz, jedoch sorgte gegen die defensiv ausgerichteten Gäste zu Beginn nur eine missglückte Flanke von Ebert für Torgefahr.

Doch die Hereingabe des Mittelfeldspielers klatschte gegen den Pfosten (12.).

Mijatovics Tor-Premiere

U-21-Jung-Nationalspieler Lasogga, der Ende März sein Debüt im deutschen Trikot gegeben hatte, sorgte sechs Minuten vor der Halbzeitpause für die Berliner Führung.

Nach einem scharfen Pass von Christian Lell, lupfte der 19-Jährige mit dem Außenrist den Ball über den Paderborner Torhüter Daniel Masuch.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit besorgte Mijatovic die 2:0-Pausenführung. Nach einer Ecke von Ebert köpfte der Innenverteidiger und Kapitän aus kurzer Distanz ein - sein erster Saisontreffer.

Krösche mit Pfosten-Pech

Nach der Pause zeigten sich die Gäste zwar mutiger und engagierter im Spiel nach vorne, wirklich gefährlich kamen aber nur die Berliner vors Tor.

Nach einem schönen Sololauf von Nikita Rukavytsya verpasste Adrian Ramos die Flanke freistehend vor dem leeren Tor nur knapp (58.). Paderborns Markus Krösche (78.) hatte mit einem Pfostenschuss Pech.

Beste Spieler der Berliner waren Lasogga und Lell, bei Paderborn gehörten Daniel Brückner und Sören Brandy zu den Auffälligsten.

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