vergrößernverkleinern
Kevin Vogt (r.) und der VfL Bochum stehen auf dem dritten Platz der 2. Bundesliga © getty

Bochum setzt seine beeindruckende Serie fort - bleibt im 15. Spiel in Folge ungeschlagen - und verteidigt Platz drei souverän.

Frankfurt - Der VfL Bochum hat seine Rekordserie ausgebaut und einen weiteren Schritt in Richtung Wiederaufstieg gemacht.

Das Team von Trainer Friedhelm Funkel gewann zum Abschluss des 28. Spieltags beim FSV Frankfurt mit 1:0 (1:0) und baute seine imposante Serie auf 15 Spiele ohne Niederlage aus.

Als Dritter haben die Westfalen fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger Greuther Fürth.

Der FSV wartet dagegen seit zehn Spielen auf einen Erfolg, hat aber immer noch acht Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Den entscheidenden Treffer markierte Mimoun Azaouagh in der 28. Minute.

Funkel und Boysen zufrieden

"Es ist gut, dass wir die beiden Teams da oben weiter unter Druck setzen können", sagte Funkel.

Dem Spitzenspiel nächsten Montag gegen seinen Ex-Klub und Spitzenreiter Hertha BSC Berlin schaut Funkel mit Freuden entgegen: "Aber das wird schwer. Wir brauchen schon einen richtig guten Tag."

Frankfurts Coach Hans-Jürgen Boysen war nicht unzufrieden mit seinem Team: "Die Mannschaft hat aufoperungsvoll und leidenschaftlich Fußball gekämpft. Das, was wir mit unseren Möglichkeiten bringen können, haben wir auf den Rasen gebracht, aber es hat leider nicht gereicht."

VfL am Drücker

Bochum hatte das Spiel vor 5769 Zuschauern von Beginn an im Griff.

Schon nach fünf Minuten scheiterte Kapitän Christoph Dabrowski mit einem Kopfball an FSV-Schlussmann Patric Klandt.

Auch gegen den völlig freistehenden Mahir Saglik parierte Klandt glänzend (17.).

Eine Minute später war er dann aber chancenlos.

Azaouagh, der in der Jugend acht Jahre lang für den FSV gespielt hatte und dessen Vater Mohammed immer noch Zeugwart bei den Hessen ist, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und traf mit einem platzierten Schuss zum 0:1.

Frankfurt zu harmlos

Nur vier Minuten später hatte Frankfurt Glück, als Schiedsrichter Patrick Ittrich ein Handspiel von Sven Müller im eigenen Strafraum nicht ahndete.

Für Entlastung sorgten die Gastgeber nur selten, wirklich gefährliche Aktionen blieben aber aus.

Auf der Gegenseite vergaben U21-Nationalspieler Kevin Vogt (30.) und Mahir Saglik (42.) noch vor der Halbzeit die Chance auf eine höhere Führung.

Slapstick in der Schlussminute

Im zweiten Abschnitt kam der FSV dann wesentlich besser ins Spiel.

In der 52. Minute verpasste Aziz Bouhaddouz eine Flanke von Andreas Dahlen nur knapp, kurz darauf hatte Sascha Mölders zweimal den Ausgleich auf dem Fuß.

Bei Bochum vergab Vogt in der 60. Minute die Vorentscheidung, als er alleine auf das Tor zulief, mit einem schwachen Schuss aber an Klandt scheiterte.

In der Schlussminute dann der Höhepunkt: Vier Bochumer Angreifer schafften es nicht, Klandt den zweiten Treffer einzuschenken.

Federico traf den Pfosten, Vogt den am Boden liegenden Schlussmann.

Azaouagh überzeugt

Bei den Gastgebern machten Torwart Klandt und mit Abstrichen Stürmer Mölders eine gute Partie.

Bei Bochum überzeugten Vogt und Azaouagh.

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel