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Die Bielefelder SchücoArena wurde 1926 erbaut und 2004 renoviert © getty

Arminia Bielefeld blickt nach der Ausgliederung des Stadions verhalten optimistisch nach vorne. Der Neuaufbau ist in Planung.

Bielefeld -Der Abstieg ist spätestens nach der Niederlage gegen Augsburg nur noch theoretisch zu vermeiden, die Schuldenlast astronomisch hoch.

Dennoch gibt es für Arminia Bielefeld einen Silberstreif am Horizont:

Durch die beschlossene Ausgliederung des Stadions ist die drohende Insolvenz erst einmal vom Tisch.

Damit können die Ostwestfalen auf einen Neuanfang in der Dritte Liga hoffen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Lienen ist erleichtert

"Das war ein ganz wichtiger Schritt für den Klub. Wir können stolz auf dieses klare Votum sein", sagte Trainer Ewald Lienen.

Der 57-Jährige hat zwar seinen Abschied nach dem bevorstehenden Abstieg im Sommer angekündigt, trotzdem ist die Arminia für ihn immer noch eine Herzensangelegenheit.

Auf einer außerordentlichen Versammlung stimmten 700 der 728 anwesenden Mitglieder der Gründung einer eigenständigen Stadiongesellschaft zu.

"Der Anfang ist gemacht"

Damit kann die Schuldenlast nach Vereinsangaben um 20 Prozent gesenkt werden. Die Verbindlichkeiten des ehemaligen Bundesligisten belaufen sich auf rund 27 Millionen Euro.

"Damit ist ein Anfang gemacht", sagte Präsident Wolfgang Brinkmann.

Die Arminia plant nun einen Neustart in Liga drei. Eine Achse von erfahrenen Spielern soll junge Akteure aus dem eigenen Nachwuchs führen.

Neuaufbau über die Jugend

3,8 Millionen soll der Etat für die Bereiche erste und zweite Mannschaft, sowie A- und B-Jugend betragen. Der Kader für das Drittliga-Team soll 18 bis 19 Spieler und drei Torhüter umfassen.

Allerdings muss die Arminia erst einmal die Lizenz erhalten. Für den Erfolgsfall hat der zuletzt in die Kritik geratene Brinkmann seinen Rückzug vom Präsidentenamt in Aussicht gestellt.

"Bis dahin müssen wir alle an einem Strang ziehen", meinte Brinkmann, der betonte, dass er einem Neuanfang nicht im Wege stehen werde.

Preise senken, Zuschauer locken

Für die Dritte Liga planen die Bielefelder mit einem beachtlichen Zuschauerschnitt von 12.000 Fans.

Allerdings will der Klub seine Eintrittspreise von durchschnittlich 11,50 Euro auf 7,70 Euro senken und so die Anhänger locken.

Mit dieser Planung, die auch Teil der Lizenzierung sei, fahre man einen realistischen Kurs, meinte Arminia-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier.

Trotz des positiven Verlaufs der Mitgliederversammlung hat der Klub noch einen steinigen Weg vor sich. "Noch immer liegt viel Arbeit bis zur Rettung vor uns", erklärte Brinkmann.

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