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Im Hinspiel trennten sich Augsburgs Rafael (l.) und Fürths Kleine (M.) mit 1:1 © imago

Im bayerischen Nachbarschaftsduell treffen mit Augsburg und Fürth die besten Abwehrreihen der Liga aufeinander.

Von Hardy Heuer

München - Auf eine torreiche Partie sollten sich die Zuschauer nicht freuen, wenn der FC Augsburg am 29. Spieltag Greuther Fürth empfängt (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Schließlich hielten beide Mannschaften am häufigsten aller Zweitliga-Teams ihren Kasten sauber (zwölf Mal, wie Aue) und stellen die besten Abwehrreihen.

In den letzten sechs Aufeinandertreffen entpuppten sich die "Kleeblätter" als harter Brocken für den FCA. Nur ein einziges Spiel ging für Fürth verloren. Der FCA kann mit einem Sieg vorerst an Tabellenführer Hertha BSC vorbeiziehen.

Die Fürther, die fünf Punkte Rückstand auf den Dritten Bochum haben, müssen gewinnen, wollen sie sich nicht vorzeitig aus dem Aufstiegsrennen verabschieden (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Büskens zuversichtlich

"Wir haben höchsten Respekt vor dem Gegner. Allerdings wissen wir auch, dass wir die Chance haben, dort richtig was mitzunehmen und dass wir unsere Ambitionen untermauern können", erklärt Fürth-Coach Mike Büskens.

Die Augsburger wissen um die Gefahr. "Ich glaube, dass Fürth zu Recht auf Platz vier steht. Es ist ein Derby und wir können uns auf ein heißes Spiel freuen", sagt FCA-Kapitän Uwe Möhrle.

Der FCA kann auf die aktuelle Form bauen. Seit acht Spielen ist das Team von Jos Luhukay ungeschlagen (sechs Siege, zwei Remis), besser ist nur der VfL Bochum (15 Spiele).

Luhukay warnt

Allerdings tritt mit Fürth eine starke Auswärtsmannschaft in der vollen impuls arena an. Seit sechs Partien ist das Büskens-Team auf fremden Plätzen ohne Niederlage.

"Greuther Fürth ist für mich eine der stärksten Mannschaften der Liga. Mit ihrer offensiven Strategie machen sie es jeder Mannschaft schwer", warnt Luhukay.

Kontrahent Büskens blickt der Partie daher zuversichtlich entgegen. "Wir können den Augsburgern auf Augenhöhe begegnen. Das ist uns in dieser Saison schon im Pokal und im Hinspiel gelungen. Leider haben wir uns da für den Aufwand nicht belohnt", meint Büskens.

Thurk wieder zurück

Die schwere Hürde in Augsburg muss Fürth jedoch neben fünf verletzten Spielern auch ohne den gelbgesperrten Mergim Mavraj nehmen.

Bei Augsburg fehlen Marcel Ndjeng, Moritz Leitner und Daniel Framberger verletzungsbedingt. Dafür stehen Michael Thurk und Hajime Hosogai wieder zur Verfügung.

"Sie haben in dieser Woche das Training wieder 100 Prozent aufgenommen und sind Alternativen", sagt Luhukay.

Abstiegskrimi in Osnabrück

In den weiteren Freitagsspielen stehen sich der MSV Duisburg und Alemannia Aachen, sowie der VfL Osnabrück und Arminia Bielefeld gegenüber.

Für die "Zebras" sollte sich nach drei Niederlagen in den letzten vier Spielen das Thema Aufstieg erledigt haben

Im Abstiegskrimi zwischen dem VfL und der Arminia müssen die Niedersachsen nach zuletzt fünf sieglosen Partien endlich wieder punkten, um den Relegationsrang zu verlassen (EXKLUSIV: SPORT1-Interview mit Joe Enochs).

SPORT1 hat die Fakten zum 29. Spieltag der Zweiten Liga:

Freitag (ab 18 Uhr):

(Fr., ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER)

FC Augsburg - SpVgg Greuther Fürth:

Die seit acht Partien ungeschlagenen Augsburger blieben zuletzt dreimal ohne Gegentor. Fürth ist auswärts seit sechs Spielen unbesiegt (zwei Siege, vier Unentschieden). (In der Hinrunde: 1:1)

MSV Duisburg - Alemannia Aachen:

Duisburg hat von seinen jüngsten vier Auftritten drei verloren und damit endgültig den Anschluss an die begehrten Aufstiegsplätze verloren.

Aachen feierte zuletzt zwei Siege in Folge. In den jüngsten 12 Begegnungen kassierten die Alemannen jeweils mindestens ein Gegentor. (2:2)

VfL Osnabrück - Arminia Bielefeld:

Nach zuvor vier Niederlagen in Folge schaffte Osnabrück zuletzt ein 2:2 in Karlsruhe. Das seit drei Spielen sieglose Schlusslicht Bielefeld, das mit neun Treffern den schwächsten Auswärtsangriff der Liga stellt, holte aus den jüngsten beiden Auswärts-Auftritten vier Zähler. (1:2)

Samstag (ab 13 Uhr):

(Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

1860 München - Energie Cottbus:

Nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage kassierte 1860 zuletzt ein 1:2 in Aachen. Gegen Cottbus haben die Münchner eine ausgeglichene Heimbilanz (drei Siege, drei Niederlagen). Energie musste zuletzt zwei Pleiten in Folge hinnehmen. Die Cottbuser konnten von ihren jüngsten sechs Auswärts-Auftritten nur einen gewinnen. (0:0)

Rot-Weiß Oberhausen - Fortuna Düsseldorf:

Oberhausen wartet seit sieben Auftritten auf seinen siebten Saisonsieg. Das schwächste Team der Rückrunde kassierte zuletzt drei Niederlagen in Folge.

Düsseldorf ist auswärts bereits seit sechs Begegnungen sieglos (drei Unentschieden, drei Niederlagen). (0:3)

Sonntag (ab 13.30 Uhr):

(So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

SC Paderborn - FC Ingolstadt:

Paderborn ist seit sieben Spielen erfolglos (drei Unentschieden, vier Niederlagen). In seinen jüngsten drei Heimpartien konnten die 07er nur einen Zähler einfahren.

Die seit fünf Auftritten ungeschlagenen Ingolstädter (vier Siege, ein Unentschieden) kassierten in jedem ihrer jüngsten sieben Begegnungen mindestens ein Gegentor. (2:1)

Union Berlin - FSV Frankfurt:

Nach zuvor vier Spielen ohne Sieg feierte Union zuletzt einen 2:0-Erfolg in Oberhausen. Die Berliner blieben in ihren vergangenen fünf Heim-Auftritten sieglos (drei Unentschieden, zwei Niederlagen).

Der FSV Frankfurt ist seit neun Begegnungen sieglos (zwei Unentschieden, sieben Niederlagen). (1:2)

Erzgebirge Aue - Karlsruher SC:

Aue blieb in seinen jüngsten vier Heimspielen ohne Gegentor, musste sich dabei zuletzt aber zweimal mit einem 0:0 zufrieden geben.

Der KSC konnte von seinen letzten fünf Auftritten nur einen gewinnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Die Karlsruher konnten noch nie in Aue gewinnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). (1:1)

Montag (ab 20.15 Uhr):

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

VfL Bochum - Hertha BSC Berlin:

Die seit 15 Spielen unbesiegten Bochumer feierten zuletzt drei Siege in Folge, davon zwei ohne Gegentor.

Hertha, das mit 57 Toren den stärksten Angriff der Liga stellt, hat keine seiner jüngsten sieben Partien verloren (fünf Siege, zwei Unentschieden).

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