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Die Spieler von 1860 München wollen Investor Ismaik begeistern © getty

1860 hat sich gegen Cottbus eine Menge vorgenommen. Energie muss gewinnen, um den Anschluss an die Spitze herzustellen.

Von Raphael Weber

München - Wenige Tage nach der Fast-Insolvenz geht es auf einmal ganz schnell und der Investor, der zur Rettung eilt, will am liebsten gleich ein eigenes Stadion.

Es sind turbulente Zeiten, in denen für 1860 München das Duell mit Energie Cottbus (Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER) auf dem Plan steht.

Sportlich gesehen sieht es für die "Löwen" dagegen weit weniger brenzlig aus. Mit 40 Punkten dümpelt die Mannschaft im Niemandsland der Tabelle vor sich hin. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für die Lausitzer dagegen dürfte die Partie in München die letzte Gelegenheit sein, um sich zumindest noch am Rande ins Aufstiegsrennen einzuschalten.

Wichtiger Besuch

Der potenzielle Investor Hasan Abdullah Ismaik trifft sich vor dem Spiel erstmals mit den Verantwortlichen der Münchner.

Erste Gespräche über den Einstieg des Geldgebers sind laut "SZ" positiv verlaufen, so dass bereits entsprechende Verträge ausgearbeitet werden.

Im Anschluss an das Treffen wird Ismaik die Partie gegen Cottbus persönlich im Stadion verfolgen.

"Jede Woche groß aufspielen"

Bei dieser Gelegenheit will sich die Mannschaft natürlich vor Ismaik, der bis 2014 angeblich 33 Millionen Euro investieren will, gleich von ihrer besten Seite zeigen.

"Wir wollen jede Woche groß aufspielen", so Stefan Aigner in der "Bild".

Der erste Schritt soll gegen Cottbus gemacht werden: "Dann kann er wenigstens mit gutem Gewissen sein Geld anlegen."

Cottbus-Offensive "im Keim ersticken"

Dabei helfen soll gegen die zweitbeste Offensive der Zweiten Liga der wiedergenesene Necat Aygün, der vielleicht sogar in die Startformation rutschen könnte.

Mit dem kopfballstarken Aygün will 1860-Trainer Reiner Maurer das Cottbuser Spiel mit langen Bällen "im Keim ersticken".

Petersen spielt

Sein Gegenüber Claus-Dieter Wollitz kann rechtzeitig zur Partie in München wieder auf seinen Toptorjäger Nils Petersen bauen.

"Es zwickt nach wie vor, ist aber erträglich und schränkt mich nicht entscheidend ein", gibt Petersen nach dem Abschlusstraining Entwarnung.

Sieg für Cottbus Pflicht

Für den Endspurt will Cottbus-Trainer Wollitz die Intensität hochfahren. "Ich werde einigen Spielern nicht mehr so viele Zugeständnisse machen wie in der Vergangenheit", sagte er "rbb".

Nach der 1:2-Niederlage gegen Ingolstadt haben die Cottbuser mittlerweile 10 Punkte Rückstand auf den dritten Platz, der zur Relegation berechtigt.

Im zweiten Samstagsspiel braucht Oberhausen für den Abstiegskampf unbedingt einen Sieg gegen Düsseldorf (ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER).

SPORT1 hat die Fakten zum 29. Spieltag der Zweiten Liga:

Samstag (ab 13 Uhr):

(Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

1860 München - Energie Cottbus:

Nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage kassierte 1860 zuletzt ein 1:2 in Aachen. Gegen Cottbus haben die Münchner eine ausgeglichene Heimbilanz (drei Siege, drei Niederlagen). Energie musste zuletzt zwei Pleiten in Folge hinnehmen. Die Cottbuser konnten von ihren jüngsten sechs Auswärts-Auftritten nur einen gewinnen. (0:0)

Rot-Weiß Oberhausen - Fortuna Düsseldorf:

Oberhausen wartet seit sieben Auftritten auf seinen siebten Saisonsieg. Das schwächste Team der Rückrunde kassierte zuletzt drei Niederlagen in Folge.

Düsseldorf ist auswärts bereits seit sechs Begegnungen sieglos (drei Unentschieden, drei Niederlagen). (0:3)

Sonntag (ab 13.30 Uhr):

(So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER)

SC Paderborn - FC Ingolstadt:

Paderborn ist seit sieben Spielen erfolglos (drei Unentschieden, vier Niederlagen). In seinen jüngsten drei Heimpartien konnten die 07er nur einen Zähler einfahren.

Die seit fünf Auftritten ungeschlagenen Ingolstädter (vier Siege, ein Unentschieden) kassierten in jedem ihrer jüngsten sieben Begegnungen mindestens ein Gegentor. (2:1)

Union Berlin - FSV Frankfurt:

Nach zuvor vier Spielen ohne Sieg feierte Union zuletzt einen 2:0-Erfolg in Oberhausen. Die Berliner blieben in ihren vergangenen fünf Heim-Auftritten sieglos (drei Unentschieden, zwei Niederlagen).

Der FSV Frankfurt ist seit neun Begegnungen sieglos (zwei Unentschieden, sieben Niederlagen). (1:2)

Erzgebirge Aue - Karlsruher SC:

Aue blieb in seinen jüngsten vier Heimspielen ohne Gegentor, musste sich dabei zuletzt aber zweimal mit einem 0:0 zufrieden geben.

Der KSC konnte von seinen letzten fünf Auftritten nur einen gewinnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Die Karlsruher konnten noch nie in Aue gewinnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). (1:1)

Montag (ab 20.15 Uhr):

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

VfL Bochum - Hertha BSC Berlin:

Die seit 15 Spielen unbesiegten Bochumer feierten zuletzt drei Siege in Folge, davon zwei ohne Gegentor.

Hertha, das mit 57 Toren den stärksten Angriff der Liga stellt, hat keine seiner jüngsten sieben Partien verloren (fünf Siege, zwei Unentschieden).

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